Kommunen-Newsletter der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH

Ausgabe 9 / Oktober 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

der Herbst bringt neben Sturm und kahlen Bäumen auch Vielversprechendes. So ist es Kommunen, Landkreisen und Fuhr-Unternehmen, die auf E-Mobilität setzen wollen, möglich, attraktive Fördertöpfe des Landes anzuzapfen. In der dunklen Jahreszeit ist außerdem eine gute Raumbeleuchtung, die wenig Strom verbraucht, ein Segen: Wenn Sie sich beeilen, können Sie für die Ausstattung Ihrer Liegenschaften mit LEDs noch 2017er Fördermittel bekommen. Wie es denkmalgeschützten Gebäuden nun dank einer Erfindung aus der Schweiz an den Schopf gehen kann, verraten wir unter „Meldungen“.

Und: Lassen Sie die Vorweihnachtszeit geruhsam auf sich zukommen. Wir verschönern Ihnen die Wartezeit im Dezember wieder mit unserem Online-Adventskalender, in dem mehr als 100 nachhaltige und hochwertige Gewinne auf Sie warten. Sie dürfen gespannt sein.

Eine interessante Lektüre
wünscht Ihnen

Ihr
Jan Münster
Leiter der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH

Das lesen Sie heute:

Meldungen
• Stellplätze im öffentlichen Raum: neues Carsharing-Gesetz
• Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen fördert Radverkehr im Land
• Weiterbildungsportale für Klimaschutzakteure auf einen Blick
• Für denkmalgeschützte Gebäude gibt es jetzt ziegelrote Solarpanels
• Sanierungsstau auflösen: Kampagne zur Energieeffizienz an Schulen
• Online-Adventskalender der Energieagenturen wieder gut bestückt

Förderprogramme
• Bis 30.11. Förderung beantragen: Klimaschutz-Plus-Gelder noch nicht vergriffen
• Webinarreihe zu „Fifty-Fifty“: Wie Schulen und Kitas Energie sparen können
• Förderung des Landes für kleine Wasserkraftanlagen wieder aktiv
• Bis zu 6.000 Euro pro Elektro-PKW: Verkehrsministerium BW fördert E-Mobilität

Links
• Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BUMB)
• Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
• Umweltministerium Baden-Württemberg
KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg / Energiekompetenz BW

Fortbildungen und Veranstaltungen
• Netzwerktreffen Sanierungsmanager
• Qualifizierungsseminar “Eigenerzeugung von Energie durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in baden-württembergischen Gesundheitseinrichtungen”
• 19. Herbstforum Altbau
• Kommunaler Klimaschutzkongress
• klimaschutz_konkret: Energieeffizienz als Dienstleistung

Energiespartipp Nummer 9
Weihnachtseinkauf mit Herz und Klimaschutz:
Mit Spaß und gutem Gewissen für Familie und Kollegium shoppen

► Kommunen-Newsletter: So werden Sie Abonnent
Etwa vierteljährlich informieren wir Städte und Gemeinden rund um die Themen energieeffiziente Sanierung, Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Fördermöglichkeiten und gesetzlichen Bestimmungen dazu. Wir freuen uns, wenn wir auch Sie als neuen Abonnenten begrüßen dürfen. Damit wir Ihnen Informationen senden können, bitten wir Sie, unseren Newsletter zu abonnieren. Hierzu senden Sie bitte eine Mail mit dem Stichwort “Kommunen-Newsletter” an info@energieagentur-loerrach-landkreis.de.

Meldungen

Kommunennewsletter 9 2017 Carsharing Gesetz

Startschuss für neues Carsharing-Gesetz
Carsharing wird immer beliebter. Kommunen können jetzt dank eines neuen Bundesgesetzes bei Carsharing-Fahrzeugen auf Parkgebühren verzichten.

Unter anderem definiert das Gesetz seit dem 1. September 2017, was genau Carsharing ist. Das bietet die Grundlage dafür, solche Fahrzeuge entsprechend kennzeichnen zu können. Die gesetzliche Unterstützung erfahren sowohl Anbieter, die stationsgebunden arbeiten als auch Organisationen, die keine festen Stellplätze ausweisen. Speziell Anbietern mit festen Stationen ist es nun möglich, ihre Parkplätze in den öffentlichen Verkehrsraum verlagern. Die Fahrzeuge sollen dadurch besser mit dem öffentlichen Nahverkehr sowie mit Rad- und Fußwegen vernetzt werden.
Weitere Informationen finden Sie unter Carsharinggesetz.

Kommunennewsletter 9 2017 Meldung Fahrradverkehr

Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen fördert Radverkehr im Land
Kommunen, die den Fahrradverkehr systematisch fördern wollen, können sich der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) anschließen. Bis 15. November läuft außerdem die Bewerbungsfrist eines Bundes-Wettbewerbs für innovative Rad-Konzepte.

Im Team der AGFK-BW wirken sieben Jahre nach der Gründung bereits 60 Kommunen erfolgreich. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam eine Radkultur zu etablieren. Dazu gehören etwa sichere und gute Radwege oder die Gleichstellung aller Verkehrsteilnehmer. Der eingetragene Verein veranstaltet auch medienwirksame Aktionen wie die Suche nach dem ältesten Fahrrad.

Das Landes-Verkehrsministerium initiierte die Gründung des AGFK-BW und unterstützt sie finanziell sowie ideell. Die Organisation und Koordination hat die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg übernommen.
Ausführlichere Informationen hierzu erhalten Sie online unter https://www.agfk-bw.de/startseite/.

Anfang September startete außerdem die Bewerbungsfrist für den größten deutschen Fahrradwettbewerb „Der deutsche Fahrradpreis“ 2018. Ausgezeichnet in den Kategorien „Kommunikation“, „Service“ und „Infrastruktur“ werden Projekte und Maßnahmen, die den Radverkehr im Alltag, auf dem Weg zu Schule, Einkauf, Arbeit oder in der Freizeit fördern, vereinfachen oder unterstützen. Teilnehmen können öffentliche und private Institutionen, Einzelpersonen, Gruppen und Vereine. Erkennbares Ziel der eingereichten Projekte und Maßnahmen sollte sein, einen gesellschaftlichen Mehrwert für besseren Radverkehr zu schaffen. Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 15. November 2017.
Weitere Informationen unter http://www.der-deutsche-fahrradpreis.de/.

Kommunennewsletter 9 2017 Meldung Weiterbildung

Weiterbildungsportale auf einen Blick
Eine Liste einschlägiger Portale mit Fortbildungsangeboten finden Klimaschutzmanager und -akteure jetzt auf der Homepage des Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz der KEA.

Unter „Weiterbildung für Klimaschutzakteure“ gibt es jetzt eine nützliche Sammlung an Weiterbildungsangeboten und – portalen. Das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg listet dort Angebote für Haupt- und Ehrenamtliche zu den Themen Nachhaltigkeit, Klimaschutz oder Projektmanagement auf. Vorschläge für die Erweiterung der Sammlung sind willkommen.
Ausführlichere Informationen erhalten Sie unter Weiterbildung für Klimaschutzakteure.

Kommunennewsletter 9 2017 CSEM

Foto: CSEM

Erstmals passende Solarpanels auf denkmalgeschütztem Gebäude
Denkmalgeschützte Gebäude haben künftig die Chance auf eine unauffällige Ausstattung mit Photovoltaik: In der Schweiz wurden erstmals ziegelrote Panels auf einem Dach montiert.

Die Dächer denkmalgeschützter Gebäude mit Photovoltaik auszustatten, war bislang schwierig. Denn Photovoltaikzellen sind normalerweise schwarz oder dunkelblau – Dächer geschützter Häuser jedoch häufig rot. Eine Entwicklung des Zentrums für Elektronik und Mikrotechnik (CSEM) könnte das Problem künftig lösen: Bei einem Pilotprojekt im Schweizer Kanton Fribourg wurden auf einem alten Bauernhaus erstmals ziegelrote Solarpanels montiert.
Ausführlichere Informationen erhalten Sie in der Pressemeldung.

Kommunennewsletter 9 2017 Meldung Energieeffizienz an Schulen

Sanierungsstau auflösen: Kampagne zur Energieeffizienz an Schulen
Im Beratungsangebot „Effizienz macht Schule“ des KEA-Kompetenzzentrum Contracting erfahren Kommunen jetzt, wie sie höchst kosteneffizient Schulgebäude energetisch sanieren und gleichzeitig den Lernkomfort erhöhen können.

Die Bausubstanz ist in die Jahre gekommen, die Energietechnik marode. Das Licht in den Klassenräumen ist schlecht, die Fenster sind undicht, die Heizungen ungeregelt: Der bauliche und energietechnische Zustand vieler Schulgebäude ist mangelhaft. Kalte oder überhitzte Klassenzimmer und eine insgesamt angespannte Lernatmosphäre sind oft die Folge. Unter den kommunalen Liegenschaften sind Schulen häufig die größten Energieverbraucher. Auf mindestens drei Milliarden Euro schätzt der Städtetag Baden-Württemberg den Finanzierungsbedarf, um öffentliche Gebäude zu modernisieren und instand zu halten.

Mit Energie-Contracting können Kommunen etwas gegen den Sanierungsstau bei Schulen tun. Das Kompetenzzentrum Contracting der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg berät dazu kostenlos. Es erläutert interessierten Kommunen den wirtschaftlichen Nutzen von Energie-Contracting und stellt ihnen Musterverträge zur Verfügung. Außerdem nennt es Förderprogramme, die die Projektentwicklung mitfinanzieren. So können Kommunen ihre Schulgebäude nahezu ohne eigene Investitionsmittel auf den neuesten energietechnischen Stand bringen, mit Einspargarantie. Als vom Land Baden-Württemberg geförderte Einrichtung berät das Kompetenzzentrum der KEA dabei produkt- und anbieterneutral.
Weitere Informationen über die Kampagne erhalten Sie unter „Effizienz macht Schule“.

Kommunennewsletter 9 2017 Meldung Adventskalender

Online-Adventskalender der Energieagenturen wieder gut bestückt
Waren Sie letztes Jahr dabei? Auch 2017 haben die Energieagenturen des Landes wieder einen Online-Adventskalender organisiert. Über 100 attraktive und nachhaltige Preise warten auf Gewinner.

Schon zum vierten Mal geht am 1. Dezember das erste Türchen des Adventskalenders der baden-württembergischen Energieagenturen auf. Hinter seinem Eingang verbirgt sich – wie bei den meisten Türchen – eine Frage zu den Themen Klimaschutz, Energiesparen und Nachhaltigkeit. Wer die Antwort kennt, hat die Chance auf einen von über 100 attraktiven Preisen. Gesamtwert: über 3.000 Euro. Zu gewinnen gibt es beispielsweise ein hochwertiges Raumtemperaturset, Upcyclingprodukte aus Fahrradschläuchen, Zementsäcken und Auto-Sicherheitsgurten, ein Solarladegerät, Zeitschriften-Abos, Fahrradgriffe aus Birkenrinde, in Deutschland produzierte LEDs, ein ungewöhnliches Streumittel – und als Hauptgewinn: einen Tag lang unterwegs mit Umweltminister Franz Untersteller! Lassen Sie sich das nicht entgehen und schauen Sie ab dem 1. Dezember täglich auf unsere Homepage.

Förderprogramme

Kommunennewsletter 9 2017 Förderprogramm Klimaschutz-Plus

Bis 30.11. Fördergelder beantragen: Klimaschutz-Plus-Zuschüsse noch nicht vergriffen
Kommunen, die beispielsweise ihre Lüftungsanlagen sanieren oder Nichtwohngebäude mit LEDs ausstatten wollen, können noch bis zum 30. November Landeszuschüsse beantragen.

Noch sind die Töpfe des Landes-Förderprogramms Klimaschutz-Plus nicht ausgeschöpft. Bis zum 30. November 2017 können Kommunen, kommunale Stiftungen und Mehrheitsgesellschaften innerhalb des CO2-Minderungsprogramms noch Zuschüsse beantragen. Das Land fördert neben einem verbesserten baulichen Wärmeschutz beispielsweise auch die Sanierung von Beleuchtungsanlagen oder von Lüftungs- und Klimaanlagen. Pro vermiedener Tonne CO2 sind 50 Euro Zuschuss möglich. Der maximale Fördersatz liegt bei 30 Prozent, mit Boni sind sogar 42 Prozent erreichbar. Als Höchstgrenze gelten 200.000 Euro pro Projekt. Die L-Bank wickelt das Programm ab; die Kontaktadresse ist klimaschutz-plus@l-bank.de.
Weitere Informationen erhalten Sie durch das Faltblatt Klimaschutz-Plus
und online auf der Homepage des Landesumweltministeriums.

Kommunennewsletter 9 2017 Förderprogramm Fifty-Fifty

Webinarreihe zu „Fifty-Fifty“: Wie Schulen und Kitas Energie sparen können
Im Alltag von Kindergärten und Schulen lässt sich mit wenig Aufwand viel Energie einsparen. Belohnt wird das mit der Fifty-Fifty-Förderung der Bundesregierung. Wie sich solch ein Projekt aufziehen lässt, ist Thema einer kostenlosen Seminarreihe der KEA.

Das Bewusstsein für den Klimaschutz bei Kindern und Jugendlichen zu stärken, ist ein Anliegen der Bundesregierung. Programme und Projekte der Nationalen Klimaschutzinitiative wie etwa die Kommunalrichtlinie tragen dazu bei. So unterstützen zum Beispiel so genannte Fifty-Fifty-Projekte den Klimaschutz aktiv: In Kindertagesstätten und Schulen lernen Kinder und Pädagogen durch gemeinsam durchgeführte Energiesparmaßnahmen, wie sie Klimaschutz konkret umsetzen können. Dieser Einsatz wird belohnt: Die Hälfte der damit eingesparten Energiekosten erhalten die Einrichtungen für neue Klimaschutzprojekte.

Doch wie lässt sich eine solches Projekt in die Wege leiten?

Eine kostenlose Webinarreihe der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg befasst sich mit diesem Thema. Der KEA-Fachmann Horst Fernsner stellt Projekte vor, gibt Tipps zum Bewerben des Projekts im Gemeinderat oder bei der Rektorenkonferenz, zeigt, welche technischen Vorbereitungen notwendig sind und bespricht die Durchführung im Detail. Drei Präsenztage, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fragen stellen können, ergänzen die drei Webinartermine. Auch wenn bereits ein Online-Termin stattgefunden hat, ist es noch problemlos möglich mitzumachen. Anmeldungen und Fragen nimmt Horst Fernser unter horst.fernsner@kea-bw.de oder Tel. 0721 98471-22 entgegen.
Ausführliche Informationen erhalten Sie zudem unter Webinarreihe Energieeinsparprojekte Fifty-Fifty.

Kommunennewsletter 9 2017 Förderprogramm Wasserkraft

Foto: pixabay

Förderung des Landes für kleine Wasserkraftanlagen wieder aktiv
Die „Kleine Wasserkraft“ ist zurück: Das Land unterstützt Anlagen wieder finanziell. Zuschüsse gibt es für Modernisierungen und Wiederinbetriebnahmen.

Ab sofort ist es möglich, für die Modernisierung bestehender Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von mindestens 100 Kilowatt eine Zuwendung zu beantragen. Fördermittel stehen außerdem für die Wiederinbetriebnahme bestehender, einst stillgelegter Anlagen ab dieser elektrischen Leistung zur Verfügung. Maßnahmen an Anlagen mit einer Leistung ab 40 Kilowatt erhalten eine Förderung, wenn sie bei der Einstellung des Förderprogramms vor drei Jahren vor der Bewilligung standen und bei den zuständigen Stellen aktenkundig waren. Pro Vorhaben gewährt das Land einen Zuschuss von maximal 200.000 Euro.

Das frühere Förderprogramm des baden-württembergischen Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft zur technischen und ökologischen Modernisierung der kleinen Wasserkraft musste im September 2014 eingestellt werden. Grund war eine Entscheidung der EU-Kommission, die in der Investitionsförderung und dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) eine unzulässige Doppelförderung sah. Nun feiert das Förderprogramm sein Comeback. Das Umweltministerium hat das neue Konzept an die europarechtlichen Vorgaben angepasst.
Weitere Informationen sind erhältlich in der Pressemeldung des Umweltministeriums.

Kommunennewsletter 9 2017 Förderprogramm Auto

Bis zu 6.000 Euro pro Elektro-PKW: Verkehrsministerium BW fördert E-Mobilität
Wer sich ein elektrisch betriebenes Auto zulegen will, bekommt Unterstützung vom Landesverkehrsministerium. Bis zu 6.000 Euro gibt es als Zuschuss – für Taxibetriebe, Car-Sharing-Flotten, Kommunen oder Landkreise.

Fahrschulen, Taxiunternehmen, Pflege- und Sozialdienste oder Car-Sharing-Unternehmen: Wer seinen Sitz in Baden-Württemberg hat und über die Modernisierung seiner Autoflotte nachdenkt, kann Förderung bekommen. Die „Landesinitiative III Marktwachstum Elektromobilität BW“ und der BW-e-Gutschein des Landes-Verkehrsministeriums ermöglichen einen einfachen Einstieg in die Elektromobilität.

Kommunen, Landkreise, Kurier- Express-Paketdienste oder Lieferdienste sind antragsberechtigt, wenn Sie ihren Standort in Luftreinhalteplangebieten haben und das Fahrzeug in diesen Gebieten nutzen. Pro rein elektrisch betriebenem PKW sind bis zu 6.000 Euro Förderung möglich. Maximal 1.500 Euro gibt es für Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge – und der Zuschuss ist unabhängig von der Bundesförderung. Fördergeld gibt es auch für elektrisch betriebene Busse, LKWs, Zweiräder und Lastenräder.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg.

Links

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BUMB):
Energetische Stadtsanierung in der Praxis – Umsetzungserfolge und Herausforderungen für die Zukunft

Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg:
Reihe „Baden-Württemberg fördert Elektromobilität“
Elektrifizierung der Landesflotte
Förderung E-Lastenrad
Förderung E-PKW
Förderung E-Bus
Förderung E-LKW

Umweltministerium Baden-Württemberg:
Monitoring-Bericht zum Klimaschutzgesetz – Teil II Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept

KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg / Energiekompetenz BW:
Kampagne „Effizienz macht Schule“

Fortbildungen und Veranstaltungen

Kommunennewsletter 9 2017 Veranstaltungen

Netzwerktreffen Sanierungsmanager, 09.11.2017, Stuttgart

Qualifizierungsseminar “Eigenerzeugung von Energie durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in baden-württembergischen Gesundheitseinrichtungen”, 16.11.2017 Rastatt, 28.11.2017 Heilbronn, 30.11.2017 Ravensburg

19. Herbstforum Altbau, 22.11.2017, Stuttgart (mit Ronny Meier)
Kommunaler Klimaschutzkongress, 29.11.2017, Stuttgart

• klimaschutz_konkret: Energieeffizienz als Dienstleistung, 12.12.2017, Heidelberg

Weitere Veranstaltungen

Energiespartipp Nummer 9

Weihnachtseinkauf mit Herz und Klimaschutz:
Mit Spaß und gutem Gewissen für Familie und Kollegium shoppen

Sie glauben, ein klimafreundlicher Geschenkekauf sei langweilig und altbacken? Dann kennen Sie vielleicht noch nicht die zahlreichen pfiffigen Upcycling-Produkte, etwa aus gebrauchten Feuerwehrschläuchen, Turnmatten oder Reissäcken. Der Einkaufsbummel in der Stadt lässt sich zudem oft ganz leicht umweltfreundlich organisieren.

Die Zeit der Weihnachtseinkäufe startet bald. Sie haben noch keine Idee, was Sie Verwandten, Freundinnen oder Kollegen schenken könnten? Tipp: Beziehen Sie bei Ihren Geschenkideen auch einmal ungewohnt Erscheinendes mit ein. Zahlreiche Startup-Unternehmen bieten hochwertige und schöne Upcycling-Produkte an. Das sind Dinge, die aus gebrauchten Materialien wie Fahrradschläuchen, Insektennetzen, Sicherheitsgurten, Kunststoffflaschen, Holz oder Stoffen hergestellt werden. Es entstehen Taschen, Lampen, Gürtel, Rucksäcke, Kleinmöbel oder Sitzkissen. In vielen Städten gibt es bereits Geschäfte, die so etwas anbieten. Natürlich finden Sie auch online ein breites Angebot. Geben Sie einfach „Upcycling“ in die Suchmaschine ein oder zusätzlich eines der hier genannten Materialien – und los geht’s.

Die Freude über schöne Geschenke ist leider oft mit großen Abfallbergen verbunden. Vielleicht haben Sie eine Idee für eine „Upcycling“-Verpackung? Alte Kalenderblätter, Papier – oder Stofftaschen, Stoffreste, Schachteln oder Kissenhüllen eignen sich beispielsweise. Eine weitere unschöne Begleiterscheinung der Vorweihnachtsfreude sind hoffnungslos überfüllte Parkhäuser. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen? So kommen Sie entspannt zum Einkaufen und zurück. Denken Sie daran, ausreichend Taschen und Beutel mitzunehmen. Meist gibt es für zwischendurch für schwere Sachen spezielle Aufbewahrungsorte. Sehr große Stücke können Sie sich auch nach Hause schicken oder bringen lassen. Ach ja: Und nehmen Sie doch für den Pausen-Kaffee oder Glühwein Ihren eigenen Becher mit – so bleibt der Einwegbecher im Café.

Kommunennewsletter Frau mit Papiertüten beim Weihnachtseinkauf

Nehmen Sie zum Weihnachtsbummel am besten eigene Taschen und Beutel mit. Die anstelle der Plastiktüten verteilten Papiertüten verbrauchen bei der Herstellung Holz, Strom, Wasser und Druckfarbe. Und ersetzen Sie die vielen Einweg-Kaffeebecher durch einen einzigen wiederbenutzbaren.

Die unabhängige Energieagentur Landkreis Lörrach gibt Ihnen gerne weitere Klimaschutz-Tipps. Vor allem für die kalte Jahreszeit: Wie lassen sich Heizenergie und Strom einsparen? Was tun, wenn meine Heizung auf das Altenteil muss oder die Kälte „durch die Wand kriecht“? Sie erfahren mehr bei einer kostenlosen Erstberatung.

Impressum
Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH | Marktplatz 7 | 79539 Lörrach
Tel. 07621 161617-0 | Fax. 07621 161617-9 | info@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Jan Münster
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Marion Dammann
Registergericht Freiburg im Breisgau | Registernummer: HRB 710045
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27a UStG.: DE290427409

Kommunen-Newsletter der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH

Ausgabe 8 / Juli 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

kurz vor den Sommerferien versorgen wir Sie noch mit guten Ideen dazu, wie Sie Ihre Kommune beim Klimaschutz voranbringen können.

Wie holen Sie sich eigentlich am liebsten Ihre Informationen? Schauen Sie gerne Videos, laden Sie eine App herunter, surfen Sie im Netz oder blättern Sie eher in Zeitungen? Zahlreiche Kanäle halten Wissen bereit; wir stellen Ihnen heute einige vor. So verraten Klimaschutz-Verantwortliche etwa in einem kleinen Film ihre besten Ideen. Und zwei KEA-Postkarten haben laufen gelernt: Sie zeigen bewegt, was sich aus einer Kilowattstunde Strom oder Wärme herausholen lässt.

Wer gute Nachrichten lieber liest, kann sich über die aktuelle Bundes-Förderung für kommunale Wärmenetze, innovative Klimaschutzprojekte oder die Kommunalrichtlinie informieren. Er erfährt auch Interessantes über kommunale Energieeffizienznetzwerke und das 100. Klimahaus in Baden-Württemberg. Alles Wissenswerte zu Nichtwohngebäuden gibt es jetzt regelmäßig digital: Zukunft Altbau bündelt Fakten und Neuigkeiten in einem eigenen Newsletter.

Zum Schluss haben Sie die Wahl zwischen etlichen Veranstaltungen. Ihre Perspektiven erweitern wird der Kommunale Klimaschutzkongress am 29. November in Stuttgart mit spannenden Foren. Ein Bonbon hält diesmal das Herbstforum Altbau am 22. November bereit: Der rockende Sanierer Ronny Meier wird zeigen, wie energetische Modernisierung Spaß machen kann!

Freude beim Lesen
wünscht Ihnen heute schon

Ihr
Jan Münster
Leiter der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH

Das lesen Sie heute:

Meldungen
• Klimahaus Nummer 100 steht in Karlsruhe
• Ideenvielfalt im Film: Klimaschutz-Akteure zeigen Gesicht
• Partner gesucht: Kommunale Energieeffizienz-Netzwerke entlasten den Haushalt
• 8,8 Millionen für energieeffiziente Wärmenetze
• Einfach mitmachen: Energiewendetage am 16. und 17. September
• Rekordbeitritt zum Klimaschutzpakt: Weitere Mitmacher sind willkommen
• Was schafft eine Kilowattstunde Strom oder Wärme?
• Stets brandaktuell: alles Wissenswerte zu Nichtwohngebäuden als Newsletter

Förderprogramme
• Bis zu 75 Prozent mehr Zuschuss bei Klimaschutz-Plus
• Mit innovativen Klimaschutzprojekten bis 30. September bewerben
• Kommunalrichtlinie: Jetzt erneut Anträge einreichen

Neue Flyer, Broschüren und Links
• Erdwärmesonden: Erdwärme erfolgreich nutzen
• Der Energiebericht kompakt 2017
• Förderprogramm Klimaschutz-Plus
• Interaktiver Schulrundgang: 40 Tipps zum Energiesparen in der Schule
• Büroimmobilien: Energetischer Zustand und Erhöhung der Energieeffizienz
• Bauen für die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen
• Klima-Quiz-Videos: Grundschülerinnen und -schüler beschreiben Umwelt und Klima
• Klimaschutzplakat: wie man im Alltag das Klima schützen kann

Fortbildungen und Veranstaltungen
• Podiumsdiskussion mit den Bundestagskandidaten
• Energiewendetage Baden-Württemberg
• 4. Fachtagung Nahwärme kompakt
• Stadt der Zukunft – Zukunft der Stadt: Die Stadt im Wandel
KWK-Tagung 2017
• 19. Herbstforum Altbau
• Kommunaler Klimaschutzkongress

Energiespartipp Nummer 8
Klimaanlage, Ventilator und Co.:
Auch beim Kühlen Strom sparen

Meldungen

Klimahaus

Klimahaus Nummer 100 steht in Karlsruhe

Energetisch vorbildliche Gebäude im Südwesten können ein „Klimahaus Baden-Württemberg“ werden. Voraussetzung: Ihre Kommune macht mit. Das 100. Klimahaus zeichnete Umweltminister Franz Untersteller im Mai aus. Weitere Kommunen sind willkommen.

Alle Kommunen und Landkreise in Baden-Württemberg können das Siegel „Klimahaus Baden-Württemberg“ nutzen. Für eine geringe Gebühr sind sie berechtigt, das Aushängeschild für energetisch vorbildliches Bauen und Sanieren zu vergeben. Entwickelt hat es die Landesenergieagentur KEA. Am 22. Mai 2017 erhielt das hundertste Haus diese Auszeichnung. Familie Weber aus Karlsruhe nahm ihr neues Türschild aus den Händen von Umweltminister Franz Untersteller bei einer Feierstunde entgegen.

Das Gütesiegel Klimahaus ist als besonders gestaltete Hausnummer sichtbar und weist auf einen besonders niedrigen Energieverbrauch hin. Bekommen können das Siegel energetisch sanierte Bestandsgebäude und Neubauten, die die gesetzlichen Mindestanforderungen übertreffen. Für Hauseigentümer ist die Klima-Hausnummer kostenfrei; sie müssen nur einen Antrag bei ihrer Kommune stellen.

Bereits fünf Kommunen nutzen das von der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg entwickelte Angebot. Weitere sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Die Schirmherrschaft hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg übernommen; die KfW unterstützt das Projekt ideell.

Weitere Informationen: Matthias Rauch, matthias.rauch@kea-bw.de, 0721-98471-30
Presseinformation der KEA: Klimahaus Baden-Württemberg

KEA Mensch

Ideenvielfalt im Film: Klimaschutz-Akteure zeigen Gesicht

Geht es um den kommunalen Klimaschutz, sind gute Ideen von „Machern“ gefragt. Das KEA-Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz präsentiert deren Vielfalt in einer Reihe von Videos.

Bei der Verleihung des European Energy Award im Februar 2017 in Friedrichshafen wurde das Engagement der baden-württembergischen Akteure für den kommunalen Klimaschutz spürbar. Dort entstand die Interview-Reihe “Kommunaler Klimaschutz hat viele Gesichter – Impulse aus Baden-Württemberg”. Vielfältige Akteure legen die Beweggründe für ihr Handeln dar. Die Videos finden Sie auf dem Youtube-Kanal von Energiekompetenz BW. Lassen Sie sich von der Vielfalt der Beiträge inspirieren.

Energiekompetenz BW Kompetenzzentrum Energiemanagement

Partner gesucht: Kommunale Energieeffizienz-Netzwerke entlasten den Haushalt

Mit kommunalen Energieeffizienz-Netzwerken (kEEn) erschließen bereits jetzt viele Kommunen hohe Einsparpotenziale in ihren Liegenschaften. Das Angebot des Kompetenzzentrums Energiemanagement der KEA unterstützt den Wissensaustausch über kostensparendes Energiemanagement. Die Teilnahme wird gefördert.

Der Bund fördert die Gründung und die Erweiterung von Energieeffizienz-Netzwerken sowie die professionell betreute, mehrjährige Netzwerkzusammenarbeit. Kommunen, die sich nach den Richtlinien des Förderprogramms zusammenschließen, können durch Unterstützung eines Netzwerkteams Energieeinsparungen erkennen und generieren.

In jedem Netzwerk unterstützt ein Energieberater die Bemühungen der Teilnehmer zur Verbesserung der Energieeffizienz. Ergänzend zur kontinuierlichen Beratung gewährleistet ein Moderator einen professionell organisierten Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden. Denn gute Effizienzmaßnahmen kommen gemeinsam schneller und erfolgreicher in die Umsetzung, als wenn jeder für sich arbeitet.

Kontakt: Kompetenzzentrum Energiemanagement bei der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg, Claus Greiser, 0721/ 984 71 – 940, energiemanagement@energiekompetenz-bw.de

Wärmenetze

8,8 Millionen für energieeffiziente Wärmenetze

An Kommunen und Investoren, die ein Wärmenetz planen oder sich dabei engagieren wollen, richtet sich das neue Landesförderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“. Sie können in den nächsten Jahren von 8,8 Millionen Euro profitieren.

„Wir wollen die Wärmeversorgung im Land bis zum Jahr 2050 nahezu klimaneutral gestalten. Dabei nehmen Wärmenetze eine tragende Rolle ein“, sagte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller. Um Investitionen in solch zukunftsfreundliche Wärmenetze anzureizen, hat Baden-Württemberg im Februar 2016 das Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“ aufgelegt. Das Programm soll sechs Jahre gelten und hat ein Fördervolumen von insgesamt 8,8 Millionen Euro. Es richtet sich an Kommunen und Investoren, die ein Wärmenetz planen oder ausbauen wollen.

Anfang April freuten sich die ersten Antragsteller über Zuwendungsbescheide: Die Stadtwerke Weil am Rhein erhalten eine Zuwendung in Höhe von 200.000 Euro für die Erweiterung ihres Wärmenetzes. Fördermittel in gleicher Höhe bekommt das Wärmenetz Rauher Kapf, ein Projekt der Stadtwerke Böblingen GmbH & Co. KG. Für die Nahwärmeversorgung im Neubaugebiet Kesseläcker in Öhringen gewährt das Land der Kraftwärmeanlagen GmbH in Bietigheim-Bissingen eine Zuwendung von 114.600 Euro. In den geförderten Projekten wird Wärme aus Holzhackschnitzeln sowie aus Abwärme der Stromerzeugung und Müllverbrennung eingesetzt werden.

Franz Untersteller: „Wärmenetze sind aufgrund ihrer Flexibilität ein wichtiger Baustein der Energiewende. Sie können sowohl Wärme aus erneuerbaren Quellen wie Biomasse, Solarthermie oder Geothermie aufnehmen als auch Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen oder Abwärme aus Gewerbe und Industrie. Damit können Wohnungen, kommunale Gebäude, Gewerbebetriebe oder Industrieanlagen beheizt werden. Die nun geförderten Investitionen in energieeffiziente Wärmenetze leisten einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer nahezu klimaneutralen Wärmeversorgung im Land.“ Ziel der Landesregierung sei es, den Anteil erneuerbarer Wärme von heute 14 Prozent bis zum Jahr 2020 auf 21 Prozent zu erhöhen.

Weitere Informationen

Energiewendetage

Einfach mitmachen: Energiewendetage am 16. und 17. September

Im ganzen Land steht am dritten Wochenende im September alles im Zeichen der Energiewende. Lokale Akteure sind wieder aufgerufen, Bürgerinnen und Bürger mit Infoständen, Mitmachaktionen, Projekten und mehr ins Boot zu holen. „Einfach mitmachen!“ lautet das Motto.

Die Energiewendetage leben vom Engagement jedes Einzelnen: Mitgestalten ist nicht nur ausdrücklich erwünscht, sondern entscheidend für das Gemeinschaftsprojekt. Von Bürgerinitiativen über Verbände, Stadtwerke, Unternehmen und Kommunen bis zu Anlagenbetreibern: Jeder kann mitmachen und seine Ideen in Aktionen und Veranstaltungen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Nicht zuletzt deshalb lautet das diesjährige Motto: „Einfach mitmachen!“

Wer die Energiewendetage 2017 mitgestalten will, meldet seine Aktion oder Veranstaltung unkompliziert direkt an. Das baden-württembergische Umweltministerium als Veranstalter unterstützt alle Mitmacher mit vielen Serviceangeboten bei der Vorbereitung.

Mehr Informationen
Anmeldung

Klimaschutzpakt

Rekordbeitritt zum Klimaschutzpakt: Weitere Mitmacher sind willkommen

Im Mai traten erstmals alle Städte und Gemeinden eines Landkreises gemeinsam dem Klimaschutzpakt Baden-Württemberg bei. Anlass war das 20-jährige Bestehen der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Rhein-Neckar-Kreis (KliBA) in Heidelberg.

Damit beteiligen sich aktuell 221 Kommunen am Klimaschutzpakt, einer zwischen dem Umweltministerium und den kommunalen Landesverbänden geschlossenen Rahmenvereinbarung. Im Klimaschutzpakt bekennen sich die Parteien zur Vorbildwirkung der öffentlichen Hand beim Klimaschutz und zu den Zielen des Klimaschutzgesetzes. „Klimaschutz erfordert ganz konkretes Handeln vor Ort“, sagte Umweltminister Franz Untersteller bei der Feierstunde zum KliBa-Jubiläum. „Die Kommunen, die zum Beispiel ihre Gebäude energetisch sanieren, erneuerbare Energien zur Warmwasserversorgung und zum Heizen nutzen oder ihren öffentlichen Personennahverkehr und ihren Fuhrpark mit klimafreundlichem Antrieb ausstatten, gehen mit gutem Beispiel voran und machen so den Klimaschutz für die Bürgerinnen und Bürger direkt erfahrbar.“ Der Beitritt aller Kommunen eines Landkreises ist bisher einmalig und beispielhaft und hebt das besondere Engagement des Rhein-Neckar-Kreises hervor; weitere Mitmacher sind herzlich willkommen.

Am Klimaschutzpakt interessierte Kommunen können sich hier genauer informieren.

Foto: Die Gesellschafter der KliBA unterzeichneten am 24. Mai 2017 den Vertrag zur Förderung der klimaschutzrelevanten Aufgaben der KliBA. Sitzend v. l. n. r.: Geschäftsführer der KliBA Dr. Klaus Keßler; Landrat Stefan Dallinger; Umweltminister Franz Untersteller MdL, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg Prof. Dr. Eckart Würzner, Sparkassendirektor Bernd Wochele.

Was schafft eine Kilowattstunde Strom oder Wärme?

Was lässt sich mit einer Kilowattstunde Strom oder Wärme alles anfangen? Die Antwort ist Inhalt zweier an Postkarten der KEA angelehnter Videos. Interessierte können die Clips künftig in ihrem eigenen Namen nutzen.

Wie lange kann ich mich föhnen, wie viele Minuten läuft der PC, wieviel Wäsche kann ich waschen mit einer Kilowattstunde Strom? Wieviel Gramm Steinkohle entspricht einer Kilowattstunde Wärme, wieviel Wasser kann ich mit dieser Energiemenge aufkochen und wie lange eine Schule beheizen? Die Antworten geben anschaulich und kostenlos schon länger zwei Postkarten der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg.

Nun hat die KEA sie zum Leben erweckt: Die Erklär-Videos sind ab sofort auf dem Youtube-Kanal von Energiekompetenz BW zu sehen und zu teilen:
1 Kilowattstunde Strom; 1 Kilowattstunde Wärme

Schön ist, dass Klimaschutz-Akteure aus Baden-Württemberg dieses Produkt kostenfrei für Informations- und Werbezwecke nutzen dürfen. Für den Selbstkostenpreis können sie die Videos mit ihrem eigenen Logo versehen lassen.

Kontakt: Ursula Rubenbauer, ursula.rubenbauer@kea-bw.de Tel. 0721/ 98471 – 28

Mann trinkt Kaffee

Stets brandaktuell: alles Wissenswerte zu Nichtwohngebäuden als Newsletter

Geht es um energetische Sanierung von Nichtwohngebäuden, ist Zukunft Altbau immer auf dem neuesten Stand. Aus dem einschlägigen Newsletter erfahren Interessierte jetzt alles Wissenswerte.

Gesetzesänderungen, gute Praxis, neue Infomaterialien von Zukunft Altbau, fachliche Kontroversen oder kollegialer Austausch in Ihrer Nähe: Die Newsletter-Themen von Zukunft Altbau sind immer brandaktuell. Speziell an Eigentümerinnen und Eigentümer von Nichtwohngebäuden richtet sich jetzt ein eigener Newsletter. Abonnenten hält er auf dem aktuellen Stand zu allen Neuigkeiten und Entwicklungen rund um die energetische Sanierung – kompakt, praxisnah und fundiert. Zukunft Altbau ist ein vom Umweltministerium gefördertes und bei der KEA angesiedeltes Informations- und Motivationsprogramm zum Thema Gebäudesanierung.

Zur Anmeldung

Förderprogramme

schild

Bis zu 75 Prozent mehr Zuschuss bei Klimaschutz-Plus

Kommunen, Unternehmen, Vereine und Kirchen im Südwesten profitieren von höheren Fördergeldern für ihre Klimaschutzaktivitäten. Zudem wurde die Antragsfrist auf den 30. November verlängert.

Klimaschutzaktivitäten von Kommunen, Unternehmen, Vereinen und Kirchen erhalten seit März im Südwesten höhere Zuschüsse. Für energetische Sanierungen an Gebäuden steigen sie generell um bis zu 50 Prozent. Und auch die Boni für systematische Klimaschutzanstrengungen verdoppelt das Land. Insgesamt steigt die Förderung damit im Einzelfall um maximal 75 Prozent. Ab sofort gilt das attraktive Angebot zudem nicht nur für Nichtwohngebäude: Auch Vorhaben, die zur Erfüllung kommunaler Unterbringungspflichten wie etwa Flüchtlingswohnheimen dienen, sind nun förderfähig.

Die seit dem Programmstart Anfang Februar bereits eingereichten Förderanträge profitieren ebenfalls von den verbesserten Bedingungen. Die L-Bank informiert die betroffenen Antragsteller direkt. Sie wickelt das Programm ab, die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg begleitet es. Insgesamt stehen 11,5 Millionen Euro zur Verfügung. Geförderte erhalten jeweils maximal 200.000 Euro. Zusätzliches Fördergeld bringt Kommunen außerdem die finanzielle Unterstützung der im Kreis ansässigen Energieagentur ein.

Mehr Zeit für die Antragstellung gibt es obendrein: Die Frist für investive Maßnahmen wurde bis Ende November 2017 verlängert. Das Umweltministerium Baden-Württemberg setzte die Änderung im Förderprogramm Klimaschutz-Plus Ende März in Kraft.

Detaillierte Informationen
Kontakt zur L-Bank: 0721/150-1600 oder klimaschutz-plus@l-bank.de
Kontakt zur KEA: info@kea-bw.de

Sonne

Mit innovativen Klimaschutzprojekten bis 30. September bewerben

Neue Entwicklungen und Anwendungen im Klimaschutz bundesweit voranbringen und vernetzen will der Förderaufruf „innovative Klimaschutzprojekte“. Bewerben können sich bis 30. September Verbände, Vereine, Hochschulen, Stiftungen und Unternehmen.

Ziel des Förderprogramms des Bundesumweltministeriums (BUMB) ist es, die Entwicklung und die Anwendung innovativer Ansätze im Klimaschutz voranzubringen. Sie sollen bundesweit bekannt und sichtbar werden und dauerhaft wirken können. Das BUMB will eine nachhaltige Wirkung mittels Erfahrungsaustausch und Vernetzung stärken und Kapazitäten erhöhen. Akteurinnen und Akteure sollen Anreize für ein klimafreundlicheres Verhalten bekommen.

Für eine Förderung in Frage kommen nicht-investive Projekte aus den Bereichen Wirtschaft, Kommunen, Verbraucher oder Bildung. Sie sollen die Potenziale zur Reduktion von Treibhausgasemissionen heben und zielgruppenspezifische Hemmnisse beseitigen. Anträge gehen direkt an den Projekträger Jülich.

Projektträger Jülich; Förderaufruf des BMUB

Bunte Häuser

Kommunalrichtlinie: Jetzt erneut Anträge einreichen

Kommunen und ihre Unternehmen, Sportvereine und andere lokale Akteure können bis 30. September 2017 über die Kommunalrichtlinie Anträge stellen. Förderfähig sind Klimaschutzinvestitionen, Projekte, Energiesparmodelle und das kommunale Klimaschutzmanagement.

Die Kommunalrichtlinie ist das zentrale Förderinstrument des Bundesumweltministeriums für den kommunalen Klimaschutz. Rund 1.500 Anträge sind zwischen Januar und März 2017 bereits beim Projektträger eingegangen. Die bisherigen Antragsteller können sich auf insgesamt bis zu 75 Millionen Euro Fördergeld freuen. Die Kommunalrichtlinie unterstützt unter anderem:

• Einstiegsberatungen und Energiesparmodelle,
• die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und Klimaschutzteilkonzepten,
• die Umsetzung der Konzepte durch ein Klimaschutzmanagement sowie
• die Förderung kommunaler Klimaschutzinvestitionen wie etwa die Sanierung von Beleuchtungs- und Belüftungsanlagen sowie Mobilität und Green-IT.

Interessierte Kommunen können ihre Anträge zwischen dem 1. Juli und dem 30. September 2017 beim Projektträger Jülich stellen.

Auskunft und Beratung erhalten sie beim Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz, Telefon 030 39 001-170, E-Mail skkk@klimaschutz.de, www.klimaschutz.de/kommunen

Neue Flyer, Broschüren und Links

Flyer

Umweltministerium Baden-Württemberg u. a.:
Erdwärmesonden: Erdwärme erfolgreich nutzen! Die Broschüre greift eine Reihe weit verbreiteter Vorurteile gegen die Nutzung von Erdwärme auf und widerlegt diese durch sachliche und fachlich fundierte Argumente.
• Der Energiebericht kompakt 2017 informiert über den Energieverbrauch in Baden-Württemberg, die Energieproduktivität, den Anteil erneuerbarer Energieträger, die Stromerzeugung und die energiebedingten CO2-Emissionen 2015.
Förderprogramm Klimaschutz-Plus Das Faltblatt gibt einen Überblick über die Inhalte und Rahmenbedingungen. Um Anreize für Investitionen in den Klimaschutz zu schaffen, hat das Land die Zuschüsse erhöht.
• Interaktiver Schulrundgang: Finde 40 Tipps zum Energiesparen in der Schule. Klimanet Baden-Württemberg

dena Deutsche Energieagentur
Büroimmobilien: Energetischer Zustand und Anreize zur Steigerung der Energieeffizienz In der Studie beschreibt die dena den energetischen Zustand von Büro- und Verwaltungsimmobilien. Sie nimmt Anreize und Hemmnisse für das Ausschöpfen von Effizienzpotenzialen aus Marktteilnehmersicht unter die Lupe.

KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg / Energiekompetenz BW:
Bauen für die Anschlussunterbringung: Dr.-Ing. Volker Kienzlen und Harald Bieber empfehlen, wie es bei der Unterbringung von Flüchtlingen nachhaltig weitergehen kann.

Bundesumweltministerium
Klima-Quiz-Videos – Toll erklärt: Das Bundesumweltministerium hat für seine Kampagne „Zusammen ist es Klimaschutz” Grundschülerinnen und -schüler gebeten, Begriffe rund um Umwelt und Klima zu beschreiben.
Klimaschutzplakat: Beim Zähneputzen, auf dem Weg zur Schule, im Klassenzimmer – ja sogar nachts, wenn du schläfst: Es gibt viele Möglichkeiten, wie du im Alltag das Klima schützen kannst.

Fortbildungen und Veranstaltungen

Kalender

Podiumsdiskussion mit den Bundestagskandidaten: Wie gelingt eine Energiewende, die allen Bürgern zugutekommt? 24.07.2017, Stuttgart
Energiewendetage Baden-Württemberg, 16.-17.09.2017, landesweit
4. Fachtagung Nahwärme kompakt, 28.09.2017, Karlsruhe
Stadt der Zukunft – Zukunft der Stadt: Die Stadt im Wandel, 11.-12.10.2017, Stuttgart
KWK-Tagung 2017 – Die Rolle der KWK im erneuerbaren Energiesystem, 25.10.2017, Stuttgart
19. Herbstforum Altbau, 22.11.2017, Stuttgart (mit Ronny Meier)
Kommunaler Klimaschutzkongress, 29.11.2017, Stuttgart

Energiespartipp Nummer 8

Frosch Fenster

Klimaanlage, Ventilator und Co.:
Auch beim Kühlen Strom sparen

Verspricht die Temperatur schon morgens einen heißen Tag, fürchtet mancher die Bürostunden. Für ein angenehmeres Arbeiten sollen Klimaanlagen, Ventilatoren und Lüftungsanlagen Abhilfe schaffen. Manche Geräte verbrauchen leider sehr viel Strom. Jede Mitarbeiterin, jeder Mitarbeiter kann beim Sparen helfen.

Klimaanlagen und Klimageräte
Viele empfinden Klimaanlagen und mobile Klimageräte im Hochsommer als Segen – doch diese verbrauchen eine Menge Strom. Künstlich heruntergekühlte Luft ist zudem nicht unbedingt gesund: Sie fördert Infekte und schwächt das natürliche Immunsystem. Klimaanlagen in Verwaltungsgebäuden werden häufig zentral geregelt. Die Raumtemperatur lässt sich allerdings manchmal direkt einstellen. Vorschlag: Kühlen Sie die Raumtemperatur nur so weit herunter wie unbedingt notwendig; 25 Grad genügen an einem heißen Tag. Und schalten Sie das Gerät aus, wenn Sie den Raum länger verlassen – vor allem über Nacht.

Ventilatoren
Mit einer frischen Brise im Gesicht und um die Beine lässt es sich gleich besser arbeiten. Natürlich braucht ein Ventilator Strom, um Wind zu produzieren. Im Gegensatz zu einer Klimaanlage ist dies jedoch deutlich weniger. Lassen Sie das Gerät dennoch nur laufen, wenn Sie im Raum sind – und nur, wenn es gar nicht anders geht. Morgens beispielsweise zieht auch ein kühler Wind durchs Büro, wenn Sie Durchzug machen.

Lüftungsanlagen
Moderne, zentrale Lüftungsanlagen steuern den gesamten Luftwechsel in einem Gebäude je nach Erfordernis der einzelnen Räume. Die einströmende Luft hat in etwa immer die gleiche Temperatur, so dass die Räume sommers wie winters angenehm temperiert bleiben. Solche Anlagen sind in öffentlichen Gebäuden noch eher selten. Falls Sie jedoch zu Hause einen Umbau planen, lohnt es sich, über eine automatische Lüftung nachzudenken. Sie filtert auch Partikel aus der Luft und regelt die Menge an Feuchtigkeit. Letzteres wirkt einer Schimmelbildung entgegen.

So lässt es sich aushalten im Büro! Denken Sie an heißen Sommertagen auch an den Klimaschutz: Schalten Sie Ventilatoren und Klimaanlagen erst ein, wenn es unbedingt notwendig ist. Und nachts immer ganz aus.

Weiterlesen
co2online: Effizienz von Klimageräte-Typen
Zukunft Altbau: Lüftung

Wollen Sie mehr darüber wissen, wie Sie Ihr Zuhause im Sommer kühl und im Winter warm halten können und das auch noch klimafreundlich? Ihre unabhängige Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH sagt es Ihnen bei der kostenlosen Erstberatung. Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH, Marktplatz 7, 79539 Lörrach, 07621/161617-0, info@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Impressum
Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH | Marktplatz 7 | 79539 Lörrach
Tel. 07621 161617-0 | Fax. 07621 161617-9 | info@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Jan Münster
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Marion Dammann
Registergericht Freiburg im Breisgau | Registernummer: HRB 710045
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27a UStG.: DE290427409

Kommunen-Newsletter der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH

Ausgabe 7 / März 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

nach einem recht grauen Winter sehen viele von uns nun optimistisch und voller Tatendrang einem hellen, freundlichen Frühjahr entgegen. Wie Sie und Ihre Kommune sich in puncto Klimaschutz ins rechte Licht setzen und von zahlreichen Förderprogrammen profitieren können, erfahren Sie unter anderem heute.

Ein neues Bundesprogramm fördert die umweltfreundliche Elektromobilität. Sein Ziel ist, innerhalb von drei Jahren 15.000 Ladesäulen in ganz Deutschland zu installieren. Kommunen, die bereits mit vorbildlichen oder modellhaften Projekten aufwarten können, finden gleich in mehreren Bundes- und Landesförderprogrammen finanzielle Anreize. Ein besonders attraktives Aushängeschild ist die Teilnahme am European Energy Award (eea). Kürzlich kürte Umweltminister Franz Untersteller wieder zahlreiche Kommunen und Landkreise mit der Auszeichnung. Neueinsteiger sparen seit diesem Jahr den ersten Jahresbeitrag.

Wissen Sie, was mit „Suffizienz“ gemeint ist? Wenn nicht, finden Sie auf der Seite des Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz der KEA eine Antwort – und weitere wertvolle Informationen. Wer hingegen mit Umweltpolitikern über das Thema „Geschäftsmodelle für die Energiewende“ debattieren möchte, sollte sich am 23. März zum Energiepolitischen Forum nach Stuttgart begeben.

Zahlreiche weitere Veranstaltungen, Wettbewerbe, Fortbildungen und aktuelle Hinweise richten sich an Sie als klimafreundliche Kommune sowie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Tauchen Sie ein in unseren Newsletter.

Eine lichte Frühjahrszeit und erhellendes Lesen wünscht Ihnen

Ihr
Jan Münster
Leiter der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH

Das lesen Sie heute:

Meldungen

- European Energy Award attraktiv wie nie zuvor
- Zukunft Altbau informiert jetzt auch über Nichtwohngebäude
- Drei neue Rubriken im Portal des Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz
- Öffentliche Podiumsdiskussion am 23. März: Geschäftsmodelle für die Energiewende
- KEFF: Beratungsnetzwerk für Energieeffizienz in kleinen und mittleren Betrieben
- Energieagentur in Heilbronn gegründet
- Klimaschutzpakt zählt schon 164 Teilnehmer – Zuwachs erwünscht

Förderprogramme und Wettbewerbe
- „Klimaaktive Kommunen“ können sich bis 15. April bewerben
- Elektrofahrzeuge: Bund fördert Installation von Ladesäulen
- Klimaschutz im Dreierpack: Modellprojekte und Innovationen gesucht

Energiespartipp Nummer 7:

In der Übergangszeit
Heizen und Lüften im Büro sinnvoll kombinieren

► Kommunen-Newsletter: So werden Sie Abonnent
Etwa vierteljährlich informieren wir Städte und Gemeinden rund um die Themen energieeffiziente Sanierung, Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Fördermöglichkeiten und gesetzlichen Bestimmungen dazu. Wir freuen uns, wenn wir auch Sie als neuen Abonnenten begrüßen dürfen. Damit wir Ihnen weiterhin Informationen senden können, bitten wir Sie, unseren Newsletter zu abonnieren. Hierzu senden Sie bitte eine Mail mit dem Stichwort “Kommunen-Newsletter” an info@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Meldungen

EEA Umweltministerium

25 Städte und zwei Landkreise ausgezeichnet
European Energy Award attraktiv wie nie

Insgesamt 118 baden-württembergische Kommunen nehmen mittlerweile am eea, dem European Energy Award, teil. Umweltminister Franz Untersteller zeichnete im Februar 25 Städte und Gemeinden sowie zwei Landkreise aus.

„Es müssen nicht immer große Leuchtturmprojekte errichtet werden. Auch kleinere Maßnahmen leisten einen wertvollen Beitrag zum Schutz unseres Klimas“, sagte Umweltminister Franz Untersteller bei der Verleihung des eea in Friedrichshafen. Am 16. Februar erhielten 25 Städte und Gemeinden sowie zwei Landkreise die Auszeichnung. Mit dem eea in Gold dürfen sich der Landkreis Ravensburg sowie die Städte Bad Schussenried, Friedrichshafen, Lörrach, Ravensburg und Wangen im Allgäu schmücken. Kurztexte über alle Preisträger 2017 finden Sie hier.

Der European Energy Award (eea) ist ein europäisches Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren. Es dient der Energieeinsparung, der effizienten Nutzung von Energie und der Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien in Kommunen. Die Klimaschutzaktivitäten der Kommune werden hierbei erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft. Potenziale des nachhaltigen Klimaschutzes lassen sich so identifizieren und nutzen.

Am European Energy Award teilnehmende Kommunen erhalten vom Umweltministerium des Landes einen Zuschuss von 10.000 Euro. Neu: Seit diesem Jahr entfällt für neue eea-Kommunen der erste Jahresbeitrag. Zudem können eea-Kommunen im Rahmen des Programms „Klimaschutz-Plus“ einen höheren Fördersatz für investive Maßnahmen in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen zum European Energy Award erhalten interessierte Kommunen bei der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH, im Internet unter www.kea-bw.de/eea oder aus der Presseinformation des Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz.

Zukunft Altbau

Firmenneutrale Broschüre erschienen
Zukunft Altbau informiert auch über Nichtwohngebäude

Zukunft Altbau berät nun auch Eigentümer von Nichtwohngebäuden neutral und kompetent über den Nutzen einer energetischen Sanierung. Als Bestandteil des erweiterten Angebots erschien jetzt die neue Broschüre „Investition mit Rendite: Energetisch sanieren in Unternehmen und Kommunen“.

Nichtwohngebäude stellen zwar weniger als 20 Prozent aller Gebäude, sind aber für mehr als ein Drittel des Energieverbrauchs in diesem Bereich verantwortlich. Bundesweit stehen vier bis fünf Millionen Nichtwohngebäude, rund zehn Prozent davon in Baden-Württemberg. Etwa sieben Prozent sind in kommunaler Hand, 93 Prozent gehören Firmen. Um Eigentümer von Büro- und Gewerbegebäuden über den Nutzen einer Gebäudesanierung zu informieren, verstärkt das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau seine Aktivitäten in diese Richtung.

Die Broschüre „Investition mit Rendite: Energetisch sanieren in Unternehmen und Kommunen“ zeigt auf 20 Seiten mit Texten und Infografiken, wie Firmen, Städte und Gemeinden die Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit ihrer Gebäude steigern können. Sie steht unter www.zukunftaltbau.de/material zum Download bereit. Es gibt sie auch kostenfrei in gedruckter Form.

Neben der Broschüre informiert ein regelmäßig erscheinender Newsletter über aktuelle Entwicklungen der Gebäudesanierung. Neutrale Informationen zur Sanierung von Nichtwohngebäuden gibt es auch über das kostenfreie Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de .

Kommunaler Klimaschutz

Neue Angebote des Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz
Jetzt online: Rubriken „Neues aus den Kommunen“, „Fördermöglichkeiten“ und „Suffizienz“

Das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA informiert in einer neuen Rubrik über Interessantes aus Städten und Gemeinden. Welche Bundes- und Landesfördermittel Kommunen in Anspruch nehmen können, zeigt außerdem eine aktuelle Liste. Auf einer weiteren Unterseite greift das Fachportal das Thema Suffizienz auf.

Eine aktuelle Übersicht über die Fördermöglichkeiten für Kommunen, die Land und Bund anbieten, findet sich jetzt auf der Homepage des Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz. Neben den wichtigsten Informationen zu den Programmen finden Kommunen hier auch einschlägige Links. Zur Homepage

Suffizienz – ein Begriff, der inzwischen häufig in einschlägigen Vorträgen und Texten auftaucht. Was genau damit gemeint ist, erklärt das Kompetenzzentrum hier. Verschiedene Links laden zum Weiterlesen ein.

Erfolgreiche Klimaschutzprojekte, Forschungsvorhaben, interessante Neuigkeiten in Sachen Energiewende: In der Online-Rubrik „Neues aus den Kommunen“ lässt das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz der KEA Städte und Gemeinden zu Wort kommen. Haben Sie ein vorbildliches Projekt oder eine interessante Meldung, die Sie gerne vorstellen möchten? Dann nehmen Sie Kontakt auf:

Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz bei der
KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg, Kaiserstraße 94a,
76133 Karlsruhe, 0721/ 984 71 – 920, klimaschutz@energiekompetenz-bw.de

23. März: Podiumsdiskussion mit Umweltpolitikern
Geschäftsmodelle für die Energiewende
Energiepolitisches Forum für alle Interessierten

Bereits zum sechsten Mal veranstaltet die KEA gemeinsam mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) eine energiepolitische Podiumsdiskussion mit Parlamentariern. Thema diesmal: „Geschäftsmodelle für die Energiewende“. Interessierte sind dazu eingeladen.

In diesem Jahr diskutieren der ZSW-Geschäftsführer Prof. Dr. Frithjof Staiß und der Geschäftsführer der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg Dr.-Ing. Volker Kienzlen mit Staatssekretär Dr. Andre Baumann (Umweltministerium) sowie den energiepolitischen Sprechern der Landtagsfraktionen mögliche Geschäftsmodelle der Energiewende und wie das Land diese unterstützen kann. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, mitzudiskutieren. Das Energiepolitische Forum findet am 23. März 2017 im Haus der Geschichte in Stuttgart statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Zur Anmeldung

KEFF

KEFF – Energieeffizienz im Betrieb
Beratungsstellen für kleine und mittlere Unternehmen
Netzwerk für ganz Baden-Württemberg

Die Regionalen Kompetenzstellen Netzwerk Energieeffizienz (KEFF) unterstützen als unabhängige Ansprechpartner vor allem kleine und mittlere Unternehmen dabei, Energieeffizienzmaßnahmen erfolgreich umzusetzen. Alle Angebote sind kostenfrei.

Die KEFF-Effizienzmoderatoren initiieren, starten, unterstützen und begleiten gezielt Effizienz-Maßnahmen vom ersten Gespräch über die Umsetzung im Unternehmen bis zur Feststellung der konkreten Effizienzerfolge. Dabei werden neben der Gebäudehülle und -infrastruktur auch der Produktionsprozess und Querschnittstechnologien in die Betrachtung einbezogen. Es lohnt sich, Kontakt aufzunehmen. Kommunen sollten „ihre“ KEFF kennen, um Unternehmen auf diese verweisen zu können. Auf der Internetseite finden Sie Ihren regionalen Ansprechpartner. Zur Homepage

Beratung junges Paar

Beratungslücke geschlossen
Energieagentur der Stadt Heilbronn gegründet
Netz regionaler Agenturen jetzt fast flächendeckend.

Seit Dezember 2016 gibt es nun auch in Heilbronn eine regionale Energieagentur. Die neutrale Anlaufstelle berät zu energieeffizientem Bauen, Sanieren und Wohnen.

Wer in Baden-Württemberg wohnt und unabhängigen Rat zu energetischer Sanierung braucht, begibt sich am besten zu einer der 35 regionalen Energieagenturen. Ein europaweit einmaliges, nahezu flächendeckendes Netz bietet neutrale und kompetente Informationen für alle, die ihre Wohngebäude oder Liegenschaften modernisieren wollen. Privatleute, Kommunen, Kirchen, Vereine und Unternehmen erfahren hier auch, welche Förderprogramme sie in Anspruch nehmen können. Die erste regionale Energieagentur wurde vor 20 Jahren in Heidelberg gegründet.

Seit 1. Dezember letzten Jahres gibt es nun auch im Herzen der Innenstadt von Heilbronn eine solche Anlaufstelle, Geschäftsführer ist Benedikt Nagel. Damit schließt sich eine der letzten Lücken im Netz der regionalen Energieagenturen in Baden-Württemberg, fast alle Stadt- und Landkreise sind mittlerweile versorgt. Die meisten Agenturen kamen in den Genuss einer Anschubfinanzierung des Landesumweltministeriums oder von EU-Geldern.

Eine Übersicht über alle Energieagenturen finden Sie hier. Zur Homepage der Energieagentur Heilbronn geht es hier.

solar

Land und Kommunen wirken zusammen
Klimaschutzpakt zählt jetzt 164 Teilnehmer
Weitere Mitglieder willkommen

Die eigenen Klimaschutz-Aktivitäten weiterentwickeln – dazu hatten sich Ende 2016 bereits 164 Städte, Gemeinden und Landkreise zusammen mit dem Land verpflichtet. Weitere Teilnehmer sind willkommen.

Um ihr Engagement für den Klimaschutz auszuweiten, haben die kommunalen Landesverbände 2015 mit der Landesregierung den „Klimaschutzpakt Baden-Württemberg“ geschlossen. Die Vereinbarung zwischen Land, Städtetag, Gemeindetag und Landkreistag beschreibt Handlungsmöglichkeiten und Ziele für die Kommunen in Baden-Württemberg, die Aufgaben der kommunalen Landesverbände und die Förderung durch die Landesregierung. Bis 2040 soll die Landesverwaltung weitgehend klimaneutral organisiert sein.

Auszug aus dem Klimaschutzpakt:
„Die Kommunen in Baden-Württemberg sehen den Klimaschutz als wichtiges Anliegen und nehmen ihre Vorbildfunktion durch Maßnahmen im Bereich der internen Aufgabenerledigung wahr. Dies geschieht beispielsweise durch die vorbildliche energetische Sanierung von Verwaltungsgebäuden, die Nutzung erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung kommunaler Einrichtungen, den Einsatz energiesparender Computertechnik oder Beleuchtung sowie die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für Dienstreisen oder Dienstwagen mit geringen CO2-Emissionen bzw. mit alternativem Antrieb. (…)

Das Land will darüber hinaus die Angebote zur Beratung und Information von Kommunen und kommunalen Einrichtungen sowie der Bürgerinnen und Bürger im Bereich Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz ausbauen. Das Umweltministerium wird deshalb neue Fördertatbestände zur Vernetzung und Beratung in folgenden Bereichen schaffen und die Förderbedingungen mit den kommunalen Landesverbänden eng abstimmen: (…)“

Bis Ende 2016 waren 164 Kommunen dem Klimaschutzpakt beigetreten. Weitere Interessierte sind willkommen. Weitere Informationen

Förderprogramme und Wettbewerbe

Bis zum 15. April bewerben
Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ gestartet
Vorbildliche und erfolgreiche Projekte gesucht

Kommunen und Regionen können sich jetzt mit vorbildlichen Projekten zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels am Wettbewerb “Klimaaktive Kommune 2017” beteiligen. Gefragt sind erfolgreich realisierte Aktivitäten etwa zum klimagerechten Bauen und Sanieren, für urbanes Grün, eine klimafreundliche Mobilität und mehr.

Mit dem bundesweiten Wettbewerb erhalten Kommunen und Regionen die Möglichkeit, ihre erfolgreich realisierten Klimaprojekte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und anderen als gutes Beispiel zu dienen. Zusätzlich erhalten die Preisträger Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit zu ihren prämierten Projekten. Die siegreichen Projekte werden unter anderem als Filmbeitrag sowie in einer Wettbewerbsdokumentation präsentiert.

Teilnahmeberechtigt sind Städte, Gemeinden und Landkreise sowie Regionen. Gefragt sind erfolgreich realisierte und wirkungsvolle Aktivitäten, zum Beispiel klimagerechtes Bauen und Sanieren, urbanes Grün, klimafreundliche Mobilität, Suffizienz (siehe oben) oder überregionales Engagement für das Klima. Es gibt keinen Ausschluss für Teilnehmende oder Projekte vorheriger Wettbewerbsrunden. Gewinnerkommunen der Vorjahre können sich mit neuen Projekten bewerben.

Ausgelobt wird der Wettbewerb vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu). Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Weitere Informationen

E-Auto

Elektrofahrzeuge im Fokus
Bund fördert Versorgung mit 15.000 Ladesäulen
Kommunen können jetzt Anträge stellen

Um die Elektromobilität zu fördern, will der Bund Deutschland flächendeckend mit 15.000 Ladesäulen ausstatten. Insgesamt 300 Millionen Euro stellt die Regierung dafür zur Verfügung.

Die Elektromobilität gilt als eine Grundvoraussetzung dafür, dass die energie- und klimaschutzpolitischen Ziele der Bundesregierung erreicht werden können. Das Bundeskabinett hat am im Mai 2016 das Programm zur Förderung der Elektromobilität in Deutschland beschlossen. Neben Steuervorteilen und Kaufprämien soll das Förderprogramm den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge vorantreiben.

Ziel des Angebots ist, Deutschland flächendeckend mit 15.000 Ladesäulen zu versorgen. Dafür stellt der Bund insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung. Das Förderprogramm läuft von 2017 bis 2020. Die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) in Aurich betreut das Programm. Seit 1. März 2017 können Kommunen dafür Anträge stellen.
Zum Förderprogramm

schild

Förderaufruf: Modellprojekte und Innovationen
Klimaschutz im Dreierpack
Antragsfristen sind 15. April und 30. September 2017

Projekte zum Klimaschutz im Alltag, innovative Einzelprojekte oder Modellvorhaben – sie alle haben eine Chance auf Bundesförderung. Nachhaltigkeit, Innovation und Vorbildcharakter sind dabei gefragt.

1. Kommunale Klimaschutz-Modellprojekte

Um Kommunen bei der Nutzung der Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Einsparung von Treibhausgasen zu unterstützen, fördert das Bundesumweltministerium investive kommunale Klimaschutz-Modellprojekte. Bei den Vorhaben sollen die besten verfügbaren Technologien und Methoden zum Einsatz kommen. Durch ihre bundesweite Ausstrahlung sollen die Vorhaben zudem zur Nachahmung von Klimaschutzprojekten anregen und so weitere Minderungen von Treibhausgasemissionen auslösen.

Die Vorhaben sollen sich auszeichnen durch
• eine hohe Treibhausgasminderung im Verhältnis zur Vorhabensumme;
• einen besonderen und innovativen konzeptionellen Qualitätsanspruch;
• die Übertragbarkeit bzw. Wiederholbarkeit des Ansatzes;
• eine überregionale Bedeutung und deutliche Sichtbarkeit.

Projektskizzen können bis zum 15. April eingereicht werden. Zur Homepage

2. Innovative Klimaschutz-Einzelprojekte

Das Bundesumweltministerium fördert nicht-investive Projekte zu Beratung, Information, Kapazitätsaufbau, Erfahrungsaustausch, Vernetzung und Qualifizierung in den Handlungsfeldern Wirtschaft, Kommunen, Verbraucher und Bildung. Voraussetzung für eine Förderung ist ein hoher Innovationsgehalt. Dieser kann sich auf technologische, ökonomische, soziale, methodische, institutionelle oder instrumentelle Aspekte beziehen. Projektskizzen können bis zum 30. September 2017 beim Projektträger Jülich eingereicht werden. Zur Homepage

3. Klimaschutz im Alltag

Diese ebenfalls vom BMUB getragene Bundesförderung zielt auf Projekte, die Angebote zur Unterstützung eines klimafreundlichen und nachhaltigen Alltags in städtischen Quartieren und ländlichen Nachbarschaften entwickeln und etablieren. Diese sollen insbesondere zeigen,
• was ein Quartier für die Etablierung eines nachhaltigen Alltags auszeichnet,
• welche Ziele und Indikatoren hierfür gesetzt werden,
• welche Strukturen und Angebote hierfür geschaffen werden,
• wie eine langfristige Verankerung gesichert werden kann und
• wie Bürgerinnen und Bürger diesen Prozess mitgestalten können.

Antragsfrist ist der 15. April 2017. Zur Homepage

Eine Übersicht über Wettbewerbe für Kommunen finden Sie auf der Homepage des Kompetenzzentrums Kommunaler Klimaschutz der KEA.

Kommunen-Newsletter der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH

Ausgabe 6 / Juli 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser

kurz vor der Sommerpause versorgen wir Sie mit aktuellen Informationen von der Förderfront, Neuigkeiten aus dem Reich des kommunalen Klimaschutzes und interessanten Veranstaltungen im September und Oktober.

Sie erfahren, wie Sie in den Genuss von Fördergeld für Nichtwohngebäude kommen können, lernen eine Energiespar-Software speziell für kleine Kommunen kennen und lesen, was die Kompetenzzentren der „Energiekompetenz BW“ für Sie im Angebot haben. Unser Energiespartipp für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schlägt diesmal einen klimafreundlichen Einkauf vor.

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen
Ihr Jan Münster
Leiter der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH

Das lesen Sie heute:

Meldungen

  • Dabei sein bei den Energiewendetagen / Veranstaltungen anmelden
  • KEA-Kompetenz hoch vier auf neuen Homepages
  • Für kleine Kommunen: Software ermittelt Energiedaten
  • 1.450 Veranstaltungen bei den Nachhaltigkeitstagen 2016
  • Anteil der Erneuerbaren stieg 2015

Förderprogramme und Wettbewerbe

  • Kurze Wege für den Klimaschutz
  • Förderaufruf des BMUB: Innovative Klimaschutzprojekte gesucht
  • Pilotprogramm Einsparzähler
  • Klimaschutz-Plus: Bis zu 200.000 Euro Fördergeld für Nichtwohngebäude

Infomaterial

  • „Meine Umwelt“-App: kostenlose Infos zu jeder Zeit
  • Neue Publikationen des BMUB

Energiespartipp Nummer 5:

In der Mittagspause klimafreundlich einkaufen:
Upcycling-Produkte und fair Gehandeltes gibt’s nebenan

► Kommunen-Newsletter: So werden Sie Abonnent
Etwa vierteljährlich informieren wir Städte und Gemeinden rund um die Themen energieeffiziente Sanierung, Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Fördermöglichkeiten und gesetzlichen Bestimmungen dazu. Wir freuen uns, wenn wir auch Sie als neuen Abonnenten begrüßen dürfen. Damit wir Ihnen weiterhin Informationen senden können, bitten wir Sie, unseren Newsletter zu abonnieren.
Hierzu senden Sie bitte eine Mail mit dem Stichwort “Kommunen-Newsletter” an info@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Meldungen

Energiewendetag

Energiewendetage am 17. und 18. September 2016
Mit Phantasie die Energiewende gestalten

Wie bunt ist die Vielfalt der Energiewende? Bürgerinnen und Bürger können das demnächst zwei Tage lang erleben. In ganz Baden-Württemberg finden Veranstaltungen, Aktionen und Projekte statt. Auch Kommunen können ihre Ideen in die Tat umsetzen und der Öffentlichkeit präsentieren. Die Anmeldung ist online möglich. Mehr

Energiethemen vor Ort lebendig machen, um das Nachdenken über den Umgang mit Energie anzuregen und das Umdenken zu fördern: Schon zum zehnten Mal können sich Bürgerinnen und Bürger ein ganzes Wochenende lang über die Themen erneuerbare Energien, Energiesparen, Energieeffizienz sowie Klimaschutz und die Reduzierung von Treibhausgasen informieren. Überall in Baden-Württemberg engagieren sich dafür zahlreiche Akteure mit Veranstaltungen, Projekten und Aktionen.

Auch Kommunen sind eingeladen, das Wochenende mitzugestalten. Dazu brauchen sie eine Idee, eine Anmeldung auf der Homepage und viele helfende Hände.
Hier finden Sie weitere Informationen und das Anmeldeformular.

Energie Kompetenz BW

Energiekompetenz BW: KEA-Wissen mal vier
KEA-Kompetenzzentren auf neuen Homepages

Auf einer nagelneuen Homepage präsentieren sich seit kurzem die neuen KEA-Kompetenzzentren. Wofür steht jede dieser vier Einrichtungen? Wer kann sich an sie wenden? Alle Informationen finden sich online auf einen Klick: www.energiekompetenz-bw.de.

Das Kompetenzzentrum Kommunaler Klimaschutz begleitet Kommunen bei ihren Klimaschutzaktivitäten. Es bietet Erstinformationen und Initialberatungen an und führt diverse Veranstaltungen im Land durch, etwa die Reihe klimaschutz_konkret. Darüber hinaus verbreitet das Kompetenzzentrum das Werkzeug BICO2BW, mit dem Kommunen Energie- und CO2-Bilanzen erstellen können. Ansprechpartner ist Harald Bieber. Zur Homepage.

Das Kompetenzzentrum Energiemanagement zeigt, wie Verwaltungsgebäude, Schulen, Kitas und Betriebe Energie sparen können, ohne gleich in neue Technik investieren zu müssen. Energiemanagement in Nichtwohngebäuden kann zu dauerhaften Energie- und Kosteneinsparungen von zehn Prozent und mehr führen. Um das zu erreichen, stellen Claus Greiser und sein Team Informationsmaterialien und Arbeitsmittel bereit. Weitere Unterstützung erhalten Multiplikatoren durch Vorträge und Telefonberatungen. Zur Homepage.

Das Kompetenzzentrum Contracting unterstützt Kommunen (oder auch Unternehmen) dabei, sich ohne eigenes Budget eine klimafreundliche Anlagentechnik zu beschaffen. Denn beim Contracting sanieren private Unternehmen auf eigene Kosten und eigenes Risiko Heizungsanlagen, Warmwasserbereitung, Regelungstechnik oder Lüftungsanlagen und gegebenenfalls sogar die Bausubstanz in größeren Gebäuden. Ihre Entlohnung erhalten sie aus der tatsächlich erreichten Energiekosteneinsparung der Kommune (oder des Unternehmens) oder über einen Grund- und Arbeitspreis. Rüdiger Lohse und sein Team erstellen Informationsunterlagen, zeigen Best-Practice-Beispiele und bieten Initialberatungen an. Zur Homepage.

Das Kompetenzzentrum Wärmenetze und sein Leiter Helmut Böhnisch stehen für die Zukunft der Wärmewende. Bis zur Mitte des Jahrhunderts sollen Öl und Gas aus der Wärmeversorgung verschwunden und der Gebäudebestand klimaneutral sein. Wärmenetze spielen bei diesem Strukturwandel eine zentrale Rolle. Aktuell führt das Kompetenzzentrum eine Reihe von Initialberatungen zum Thema solare Wärmenetze durch. Hier geht’s zur Homepage.

Computer KEA

Foto: KEA

Für kleine Kommunen
Software ermittelt Energiedaten

Finanzmittel effektiver einsetzen: Kleinere Städte und Gemeinden können dies jetzt mittels einer neuen Managementsoftware verwirklichen. Mit wenig Zeitaufwand wertet das Programm Energieverbrauchsdaten aus. Kommunen können ihre Liegenschaften damit wirtschaftlicher und umweltfreundlicher betreiben.

Mit relativ geringem Aufwand ermöglicht es die Excel-Software „Energiemonitor V 15.3“, energierelevante Daten kommunaler Objekte zu erfassen und auszuwerten. Bis zu 20 Gebäude können in einer Datei angelegt werden. Erfasst werden neben den Verbrauchsdaten auch die Kosten von Wärme, Strom und Wasser über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren. Energieberichte lassen sich auf Knopfdruck erstellen.

Zum Testen der Software „Energiemonitor V 15.3“ stellt die KEA Interessierten eine Demoversion zur Verfügung. Wer sich für den Kauf entscheidet, erhält eine halbtägige Einführung in Funktion und Nutzung. Inklusive der Einweisung fällt für das Tool eine einmalige Lizenzgebühr von 450 Euro plus Mehrwertsteuer an.

Die Software und die Demoversion können bestellt werden bei Astrid Khosrawani astrid.khosrawani@kea-bw.de. Unter Tel. 0721/ 98471 – 36 beantwortet die KEA-Mitarbeiterin auch gerne Fragen zum Tool.

Foto: KEA/ Jan Potente

Nachlese: N!achhaltigkeitstage 2016
1.450 Aktionen in Baden-Württemberg

Bei den vierten N!achhaltigkeitstagen am 3. und 4. Juni 2016 verbuchte Baden-Württemberg rekordverdächtige 1.450 Aktionen. Die zahlreichen HeldeN! bestritten damit den Großteil der 1.800 Aktionen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit und mehr als ein Drittel aller Aktionen der Europäischen Nachhaltigkeitswoche.

Neben Repair-Cafés, tanzenden Kartons, einer Schnippelparty mit Kochevent und einem Natur-Filmfestival gab es eine Handy-Sammelaktion und viele Aktionen in der Natur. „Die Vielzahl und die Vielfalt der Aktionen zeigen, dass Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg kein theoretischer Begriff mehr ist, sondern von unglaublich vielen ‚HeldeN! der Tat‘ tagtäglich mit Leben gefüllt wird“, sagte Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.
Fragen und Antworten zu den Nachhaltigkeitstagen

Generative Energie

Wärme, Strom und Kraftstoffe:
Anteil erneuerbarer Energie 2015 im Ländle gestiegen

Für das Jahr 2015 liegt eine erste Abschätzung der Entwicklung der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg vor. Danach stammten nahezu 38.300 Gigawattstunden aus erneuerbaren Quellen. Deren Anteil im Wärmesektor sowie bei Photovoltaik und Windkraft legten zu.

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat gemeinsam mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung, ZSW, eine erste Abschätzung der Entwicklung der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg für das Jahr 2015 vorgelegt. Das Papier dokumentiert den Anteil der Erneuerbaren an Stromerzeugung und -verbrauch, bei der Wärmeerzeugung und im Kraftstoffbereich in Schaubildern und Texten.

Insgesamt stieg der Anteil erneuerbarer Energie leicht um 0,3 Prozent. Augenfällig dabei waren die Windkraft, die um ein Viertel auf 181 Gigawattstunden zulegte, und die Photovoltaik mit plus sechs Prozent und 296 erzeugten Gigawattstunden. Der Anteil erneuerbarer Energie im Wärmebereich lag 2015 bei 15,5 Prozent und damit einen Prozentpunkt über dem Wert von 2014.

Zur Pressemitteilung

Förderprogramme und Wettbewerbe

Nachbarschaftlicher Klimaschutz

Fördergeld für Energiespar-Nachbarn
Nachbarschaftlicher Klimaschutz wird belohnt
Antragsschluss ist der 31. Oktober 2016

Wer sich für den Klimaschutz mit dem Nachbarn verbündet, hat jetzt die Aussicht auf eine finanzielle Unterstützung. Das Bundesprogramm „Kurze Wege für den Klimaschutz“ belohnt ab sofort gute Ideen und wirkungsvolle Aktionen, die zu einem klimaschonenden Alltagsverhalten animieren. Angesprochen sind Verbände, Vereine, Stiftungen und Kommunen.

Klimaschutz fängt vor der Haustür an: Die Idee ist mitnichten neu – ein Förderprogramm des Bundesumweltministeriums gibt ihr nun jedoch noch mehr Gewicht. Denn Klimaschutzprojekte leisten auf Nachbarschaftsebene einen wesentlichen Beitrag dazu, Treibhausgasemissionen zu vermeiden. Wer den Klimaschutz lebt, verbreitet ihn auch. Umweltfreundliches im Alltag bewirkt unter anderem, dass weniger Energie, Ressourcen und Fläche verbraucht werden und weniger Nahrungsmittel im Abfall landen. Die Städte werden grüner und dadurch lebenswerter. Gemeinsame Aktivitäten stärken den Zusammenhalt in Nachbarschaften und tragen zu einer Verbesserung der Lebensqualität in Quartieren, Stadt- und Ortsteilen bei.

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative fördert der Bund Vorhaben, die klimaschonende Aktivitäten auf Nachbarschaftsebene oder in Quartieren auslösen, beispielsweise:

  • Pläne, die zu mehr Wissen, Information und Aufklärung führen,
  • Aktionen, die Bürgerinnen und Bürgern zu klimaschonendem Alltagsverhalten aktivieren,
  • die Einrichtung und den Betrieb von Begegnungsorten sowie die Erarbeitung entsprechender Angeboten,
  • innovative Ideen.

Die Projekte sollen ganz konkret dazu beitragen, Treibhausgasemissionen zu senken, beispielsweise durch einen niedrigeren Energie- und Ressourcenverbrauch.

Förderaufruf; Hinweise zur Antragstellung

Klimaschutzprojekte

Förderaufruf des Bundesumweltministeriums
Innovative Klimaschutzprojekte gesucht

Innovative Projekte, die dazu beitragen, das deutsche Klimaziel für 2020 zu erreichen, können vom Bundesumweltministerium Fördergeld bekommen. Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative unterstützt es derartige Klimaschutzprojekte mit bundesweiter Ausstrahlung. Antragsschluss ist der 30. September 2016.

Der Förderaufruf des Bundesumweltministeriums (BMUB) zielt auf die Handlungsfelder Wirtschaft, Kommunen, Verbraucher und Bildung. Gefördert werden Projekte der Beratung und Information, zum Kapazitätsaufbau und Erfahrungsaustausch, zur Vernetzung, Aus- und Fortbildung sowie zur Qualifizierung.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: “Wir wollen Projekte unterstützen, die neue und vorbildliche Lösungsansätze im Klimaschutz aufzeigen. Mit einem neuen Handlungsfeld sollen erstmalig insbesondere Projekte für Effizienzmaßnahmen in Kommunen unterstützt werden.”

Projektskizzen können bis zum 30. September 2016 beim Projektträger Jülich eingereicht werden. Vorgesehen ist ein zweistufiges Bewertungsverfahren. Die ausgewählten Projekte können voraussichtlich ab Sommer 2017 starten.

Zum Förderaufruf

Energieeinsparpotential

Förderaufruf: Pilotprojekt „Einsparzähler“
Energiesparpotenziale digital durch Verbrauchsdaten ermitteln
Einzelverbrauch von Geräten wird erfasst und ausgewertet

Unternehmen oder Unternehmenskonsortien, die ihre Endkunden in innovative Pilotprojekte einbinden und diese am Markt einführen wollen, können jetzt Fördergelder beantragen. Mit dem „Pilotprogramm Einsparzähler“ unterstützt die Bundesregierung Bestrebungen, durch eine gezielte Anwendung von Steuertechnologien in Kombination mit Smart-Home- oder Smart-Meter-Lösungen Energie einzusparen. Mehr

Innerhalb der jeweiligen Pilotvorhaben sollen Energieverbrauchsdaten geräte- oder anlagengruppenscharf erfasst und auf dieser Basis Energieeinsparpotentiale IT-gestützt und individualisiert ermittelt werden. Auch neue Energiedienstleistungen, welche die erhobenen Informationen in Richtung Beratungs- und Informationsangebote weiterentwickeln, stehen im Fokus des Programms.

Die wesentlichen Eckpunkte:

  • Das Unternehmen muss bei Dritten (Kunden) Energieeinsparungen bewirken.
  • Gefördert werden Projekte, die Strom, Gas, Wärme oder Kälte bei Endkunden einsparen.
  • Das Unternehmen muss den Erfolg des Projekts nachweisen.
  • Der förderfähige Projektzeitraum beträgt bis zu fünf Jahre.
  • Je nach Unternehmensgröße und Projektart gibt es Zuschüsse von 25 oder 50 Prozent der förderfähigen Summe, maximal eine Million Euro pro Antragsteller.

Weitere Informationen

Klimaschutzplus 2016_KEA

Klimaschutz-Plus 2016
Bis zu 200.000 Euro Fördergeld für Nichtwohngebäude
Unterstützung der Energieagentur bringt Extra-Prozente

Bis zu 20 Prozent der energetischen Sanierungskosten für Nichtwohnwohngebäude übernimmt das Landesförderprogramm „Klimaschutz-Plus“. Es bezuschusst jetzt zusätzlich Energiemanagementsysteme und Hackschnitzelanlagen. Dank zahlreicher Boni können es 24 Förderprozente werden. Mehr

Mit 11,5 Millionen Euro unterstützt das baden-württembergische Umweltministerium die energetische Sanierung von Nichtwohngebäuden. Kommunen und weitere Antragsberechtigte können damit ihre Liegenschaften energetisch auf Vordermann bringen. Sie erhalten bis zu 20 Prozent der förderfähigen Investition einer energetischen Sanierung. Sechs Zusatzboni stehen zur Auswahl: Wer vier davon nutzt, kann auf bis zu 24 Prozent aufstocken. Einen Bonuspunkt erhalten beispielsweise Kommunen, die ihre regionale Energieagentur unterstützen.

Wie gehabt erhalten Fördernehmer für investive Maßnahmen 50 Euro pro vermiedener Tonne CO2. Als absoluter Höchstbetrag gilt die Fördergrenze von 200.000 Euro pro Antrag. Stellen können diesen Kommunen und kommunale Unternehmen, Träger von Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen oder Heimen, aber auch kleine und mittlere Unternehmen, kirchliche Einrichtungen, Vereine sowie Privatleute, die ein Nichtwohngebäude besitzen.

Etwas verändert hat sich gegenüber 2015 die Art der förderfähigen Maßnahmen. Das Förderprogramm für Nichtwohngebäude wurde auf zwei Säulen verschlankt: das CO2-Minderungsprogramm sowie das Struktur-, Qualifizierungs- und Informationsprogramm:

Im CO2-Minderungsprogramm gibt es beispielsweise Zuschüsse für den Austausch von Elektroheizungen, die Verbesserung des baulichen Wärmeschutzes oder die Sanierung von Beleuchtungsanlagen. In Kombination mit einer der beiden erstgenannten Maßnahmen bekommen unter anderem auch Holzpelletheizungen und Solarthermieanlagen Zuschüsse.

Durch einen Bonus können sich Städte und Gemeinden innerhalb der Obergrenze von 200.000 Euro insgesamt 24 Prozent Förderung verdienen. Möglichkeiten dafür sind zum Beispiel die Teilnahme am European Energy Award (eea), eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001, die Beschäftigung eines Klimaschutzmanagers oder die finanzielle Unterstützung ihrer regionale Energieagentur.

Im Struktur-, Qualifizierungs- und Informationsprogramm gibt es nun zehn Förderangebote. Dazu gehören unter anderem die Teilnahme am eea, der Einsatz des Bilanzierungstools BICO2BW für kleinere Städte und Gemeinden ohne Klimaschutzkonzept, die Einführung eines systematischen Energiemanagements oder die Durchführung von Schulprojekten, vor allem durch regionale Energieagenturen.

Fristen: Anträge im CO2-Minderungsprogramm werden vorerst bis zum 29. September 2016 entgegengenommen. Das gilt auch für die Teilnahme am Wettbewerb Leitstern Energieeffizienz. Im Struktur-, Qualifizierungs- und Informationsprogramm läuft die Antragsfrist bis zum 30. November 2016.

Wenn Sie Fragen haben oder einen Antrag stellen möchten, wenden Sie sich bitte an die L-Bank: klimaschutz-plus@l-bank.de; Tel. 0721 / 150-1600.

Weiterführende Informationen
Klimaschutz-Plus; Leitstern Energieeffizienz; Landesgeschäftsstelle European Energy Award; BICO2BW CO2-Bilanzierungstool für Kommunen; Förderprogramm Effiziente Wärmenetze

Infomaterial und Links

Umweltministerium Baden-Württemberg:

  • „Meine Umwelt“-App: Informieren, erleben und melden
    Wer aktuelle Umweltdaten immer parat haben will, sichert sich mit der kostenlosen App „Meine Umwelt“ einen riesigen Wissenspool. Hier gibt es Infos zu Naturschutzgebieten, Pegelständen von Windkraftanlagen, erlebnispädagogischen Angeboten oder Artenfunden. Zusätzlich ist es möglich, mitzuwirken und die Sichtung seltener Tiere oder hochallergener Pflanzen einzutragen. Detailgenaue Karten und Luftbilder weisen den Weg. Die von der LUBW (Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz) im Auftrag des baden-württembergischen Umweltministeriums entwickelte App gibt es gratis für folgende Betriebssysteme: Android bei Google Play, iOS im Apple App Store, Windows Phone 8 im Windows Phone Store.
    zur Homepage

Bundesumweltministerium BUMB:

  • Nationale Stadtentwicklungspolitik. Eine Gemeinschaftsinitiative von Bund, Ländern und Gemeinden
    Stadtentwicklung ist zuerst immer eine Aufgabe der Menschen in ihren Städten, Gemeinden und in Regionen. Sie ist lokal und hat auch mit Wettbewerb und Konkurrenz zu tun. Der Wettbewerb erfordert dazu eine enge Kooperation. Nicht erst seit der Finanzmarktkrise, globaler Migration und dem Klimawandel wird die starke Vernetzung deutlich. Umfang: 32 Seiten.
    www.bmub.bund.de/B1048-0

  • Umwelt und Gesundheit; Schülerarbeitsheft für die Grundschule
    Das Schülerarbeitsheft enthält Arbeitsblätter zu den Themen Innenraumluft, Lärm, Badegewässer, Strahlung, Klimawandel und Gesundheit sowie Chemikalien im Haushalt. Nur als Download; Umfang: 28 Seiten.
    www.bmub.bund.de/B1087-0

Energiespartipp Nummer 6

für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Verwaltung

Upcycling-Produkte und fair Gehandeltes gibt’s nebenan
In der Mittagspause klimafreundlich einkaufen

In der Büropause noch nichts vor? Werfen Sie zur Abwechslung mal einen Blick in die etwas ungewöhnlicheren Geschäfte oder Cafés. Viele Läden bieten klima- und umweltfreundliche Produkte an, sie verkaufen Upcycling-Produkte oder fair gehandelte Dinge. Darunter sind überraschend schöne und nützliche Sachen.

Upcycling-Produkte
Die Idee ist nicht neu: Früher hieß es „aus Alt mach Neu“. Der Unterschied zu damals ist, dass kluge Köpfe mit Ihren Produkten inzwischen ganze Läden und Internetseiten füllen. Zum Einsatz kommt fast alles: alte Taxischilder, Fahrradschläuche, Möbel, Autogurte, Stoffe, Kunststoffe, Geschirrteile oder LKW-Planen. Hergestellt werden daraus Taschen, Lampen, Tischdekoration, Kleidung und vieles mehr. Im Internet finden sich unter „Upcycling“ zahllose Links mit Einkaufstipp – online natürlich nur für den Feierabend.

Fair Gehandeltes
Was einst ausschließlich den „Dritte Weltläden“ vorbehalten war, hat heute sogar Einlass in Supermärkte gehalten: Waren, für die die Erzeuger aus Entwicklungs- und Schwellenländern einen fairen Preis und gute Arbeitsbedingungen bekommen. Eine Auswahl der zahlreichen Produkte: Bananen, Kaffee, Schokolade, Kleidung, Möbel, Schmuck, Geschirr, Taschen, Blumen oder Spielzeug. Mehr Informationen, Warenangebote und eine Suchmaschine finden Sie hier und auch in den heutigen Weltläden.

Repair-Cafés
Garantie erloschen: Ärgern Sie sich auch darüber, dass wenige Jahre alte Geräte schon kaputt sind? Anstatt Neues zu kaufen, können Sie nach einem Repair-Café in Ihrer Nähe suchen. Dort treffen sich Menschen, die kostenlos oder für ein Stück Kuchen kaputte Dinge reparieren, und solche, die so jemanden suchen. Mehr Infos gibt es beispielsweise hier.

Suchen Sie Informationen zu sparsamen und klimafreundlichen Haushaltsgeräten oder zu energetischer Sanierung? Wir beraten Sie kostenlos und neutral.

Kaffe

Stammen Schokolade oder Kaffee aus fairem Handel, schmecken sie noch besser.

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