Heizung

Ist Ihr Haus gut gedämmt gibt es eine weitere Möglichkeit Klimaschutz zu betreiben und dabei auch Kosten einzusparen. Der Heizkessel selbst beeinflusst sowohl die freigesetzten Emissionen von Treibhausgasen als auch die Kosten für die Erwärmung eines Hauses.

Welches Heizsystem ist das richtige für mich?

Welches Heizsystem das Richtige ist hängt von mehreren Faktoren ab. Grundsätzlich sind die bautechnischen Gegebenheiten des jeweiligen Gebäudes und die Möglichkeiten des Brennstoffbezugs maßgebend.

Solar-Energie – quasi kostenfrei

Wenn nicht hier, wo dann? Mit etwa 2.000 Sonnenstunden ist die südliche Region der Bundesrepublik gut geeignet für die Anwendung der Solartechnik. Die thermische Nutzung der Sonnenenergie über Kollektoren kann zur Warmwasserbereitung und/oder Heizungsunterstützung ausgelegt werden. In der Regel kann mittels Solarthermie der Warmwasserbedarf in den Sommermonaten vollständig gedeckt werden. In Süddeutschland ließe sich so bis zu 60 Prozent des jährlichen Warmwasserbedarfs decken. Die Kollektoren müssen dabei nicht immer auf einer geeigneten Dachfläche angebracht werden. Auch geeignete, nicht verschattete Fassadenflächen bieten eine Möglichkeit zur Nutzung der Sonnenenergie.

Holz – Rohstoff aus der Region

Gerade hier, im Süden Deutschlands mit seinem Waldreichtum, bietet sich die Nutzung von Holz als Brennstoff an. Egal ob Hackschnitzel, Pellets oder Scheitholz, mit Holz bedient man sich eines klimafreundlichen Brennstoffs. Die Technik zur Verfeuerung fester Biomasse ist ausgereift. Zu beachten ist aber, dass ein entsprechend dimensionierter Raum zur trockenen Lagerung verfügbar ist. Auch die Bestimmungen zum Thema Feinstaub sind im Zusammenhang mit Holzheizungen zu beachten.

Gesetze, die zu beachten sind

Für den Bereich der Wärmeerzeugung gibt es zwei Gesetze, die beachtet werden müssen.
Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) ist Landesrecht in Baden Württemberg und bezieht sich auf den bestehende Wohngebäude. Nach diesem Gesetz muss bei einem Austausch der Heizung ein System eingebaut werden, das 15 Prozent der Wärme für Heizung und Warmwasser aus erneuerbaren Energien bereitstellt. Als Ersatzerfüllung können verschiedene andere Maßnahmen durchgeführt werden. Es kann beispielsweise die Dämmung des Gebäudes saniert werden, wobei die EnEV-Anforderungen um 20 Prozent unterschritten werden müssen.

Hier finden Sie weitere Informationen und Inhalte zum EWärmeG

Das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) ist Bundesrecht und gilt für Neubauten im Wohn- und Nichtwohnbereich. Als Grenze gilt hier das Baualter mit dem Stichtag 01.01.2009.
Alle Gebäude, deren Bauantrag nach diesem Datum gestellt wurde fallen unter das EEWärmeG. Auch hier muss der Wärmebedarf anteilig durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

Hier finden Sie weitere Informationen und Inhalte zum EEWärmeG

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