Freitag 15. September 2017

Mit nachhaltiger Wärmeenergie in die Zukunft

Die Gemeinde Grenzach verstärkt ihre Bemühungen zum Klimaschutz und lässt ein Konzept für eine zukunftsfähige Energieversorgung des Quartiers „Neue Mitte Grenzach“ erstellen. Lesen Sie hier mehr.

Die Gemeinde Grenzach verstärkt ihre Bemühungen zum Klimaschutz. Aktuell lässt sie durch die Energieagentur des Landkreises in Zusammenarbeit mit Energiedienst ein Konzept für eine zukunftsfähige Energieversorgung des Quartiers „Neue Mitte Grenzach“ erstellen. Dabei soll die Bevölkerung im Quartier und der ganzen Stadt intensiv eingebunden werden.
Zum Auftakt lädt die Gemeindeverwaltung zu einer[* ersten Bürgerversammlung am 25. September 2017 um 19 Uhr ins Haus der Begegnung*] (Scheffelstraße 3a in Grenzach). Dabei werden Ziele und Hintergründe des Projektes erläutert und die Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen eingeladen.

“Klimaschutz und energetische Innovation haben in Grenzach-Wyhlen kommunalpolitisch einen hohen Stellenwert. Die Gemeinde Grenzach-Wyhlen geht daher beim Klimaschutz voran und lässt für das Quartier “Neue Mitte Grenzach” ein zukunftsfähiges und nachhaltiges Energieversorgungskonzept entwickeln. Dies dient auch einer langfristig günstigen, effizienten und sicheren Versorgung der Haushalte in Grenzach-Wyhlen. Mit der Untersuchung nehmen wir zudem eine wichtige Maßnahme aus dem im Jahr 2015 erstellten Klimaschutzkonzept in Angriff”, erklärt Bürgermeister Dr. Tobias Benz. “Wir freuen uns, mit der Energieagentur des Landkreises und Energiedienst zwei starke regionalen Partner an unserer Seite zu haben”, so der Bürgermeister weiter.

„Für den Erfolg des Projektes sind wir auf die aktive Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Das betrifft insbesondere die aktuelle Datenerhebung. Wir freuen uns aber auch über jede Idee, Anregung oder Kritik aus der Bürgerschaft“, so Jan Münster, Geschäftsführer der Energieagentur. Die Stadt bittet in diesem Zusammenhang um die Beantwortung der Fragebögen, die den Haushalten im Quartier Mitte August zugesandt wurden.

Einladung zum Pressegespräch
Die Gemeinde Grenzach lädt in Zusammenarbeit mit der Energieagentur Landkreis Lörrach und Energiedienst zu einem Pressegespräch zur Vorstellung des Prozesses zur Erstellung eines energetischen Quartierskonzepts für die „Neue Mitte“ in Grenzach am Donnerstag, 21. September um 14 Uhr im Rathaus Grenzach. Es wird eine Vorstellung der Grundlagen eines energetischen Quartierskonzepts sowie der geplanten Schritte geben. Alle Pressevertreter sind herzlich eingeladen, wir freuen uns auf Ihr Kommen. Wir bitten um eine kurze Rückmeldung über Ihre Teilnahme. (anselm.laube@energieagentur-loerrach-landkreis.de)

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an
Silke d’Aubert
Pressestelle email: presse@grenzach-wyhlen.de
Gemeinde Grenzach-Wyhlen
Tel. 07624/32-360

Freitag 12. Mai 2017

Unabhängig und klimaschonend heizen mit Nahwärme

Der Anschluss an ein Wärmenetz bringt Sicherheit und mehr Platz im Keller
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Nahwärme_KEA

Bestehende Möglichkeiten nutzen
Unabhängig und klimaschonend heizen mit Nahwärme
Der Anschluss an ein Wärmenetz bringt Sicherheit und mehr Platz im Keller

Bei der Diskussion um klimaschonendes Heizen dreht es sich meist um die Anlage im eigenen Keller. Eine besonders günstige, klimafreundliche Variante sind jedoch auch Wärmenetze. Sie verteilen Wärme aus Anlagen, die beispielsweise mit Biomasse, Abwärme aus Gewerbe und Industrie, Solarthermie oder Erdwärme betrieben werden. Auch Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK) gehören maßgeblich dazu. Sie werden heute noch mit Erdgas betrieben und nutzen den Brennstoff bestmöglich aus. In vielen Gebieten besteht schon jetzt die Möglichkeit, sich an ein solches Wärmenetz anzuschließen. Vorteile für die Kunden: Eine sichere, zuverlässige Wärmeversorgung oft mit heimischen Energieträgern, mehr Platz im Keller, die Heizungswartung entfällt. In der Heizzentrale kann der jeweils günstigste Brennstoff eingesetzt werden. Der Vorteil fürs Klima: mehr Effizienz bei der Wärmeerzeugung und die einfachere Nutzung erneuerbarer Energien. Für das Programm „Energieeffiziente Wärmenetze“ erhöhte die baden-württembergische Landesregierung kürzlich die Fördersumme. Kommunen und Investoren, die ein Wärmenetz planen und bauen wollen, können bis zu 400.000 Euro Förderung aus dem Topf beantragen. „Je mehr Bürgerinnen und Bürger sich für den Anschluss an ein lokales Wärmenetz interessieren, desto schneller wird diese günstige und klimaschonende Heiz-Variante fürs Quartier oder den Ort ausgebaut“, ist Jan Münster, Leiter der regionalen Energieagentur Landkreis Lörrach sicher. Er empfiehlt, sich vor Ort zu informieren.

Ist es an der Zeit, eine veraltete Heizungsanlage zu ersetzen, lohnt der Blick auf Alternativen. Eine Möglichkeit ist, zu Hause auf erneuerbare Energie umzustellen. Eine andere Variante ist der Anschluss an ein Wärmenetz, auch Nahwärme genannt.

Welche Vorteile bieten Wärmenetze?

1: Preiswert und sauber

In der Heizzentrale eines Wärmenetzes stehen oft verschiedene Energiequellen zur Verfügung. Das können ein Holzhackschnitzelkessel, ein Blockheizkraftwerk oder auch eine Solarwärmeanlage sein. Dem Betreiber ist es damit möglich, den jeweils günstigsten Energieträger zu nutzen. Jeder dieser Wärmeerzeuger kann in einer großen Heizzentrale effizienter und kostengünstiger eingesetzt werden als in einzelnen Gebäuden. Außerdem lassen sich zentral Erweiterungen sehr einfach durch Kombination verschiedener Wärmeerzeuger realisieren. Das gleiche gilt für die Speicherung der Wärme. Auch die Nutzung von Abwärme aus der Industrie funktioniert nur in großem Maßstab. Diese Methoden erzeugen die Wärme kostengünstig, effizient und sauber. Achten sollte man darauf, dass der Netzbetreiber und Wärmelieferant, an den man sich bindet, seine Kosten transparent macht. Mitglieder von Genossenschaften werden Miteigentümer ihres Wärmenetzes.

2: Wenig Aufwand, wenig Platzbedarf

Ist der alte Heizkessel einmal raus, wird es im Keller leerer. Denn die Wärmeübergabestation eines Wärmenetzes braucht sehr wenig Raum. Und wer das Warmwasser über einen Durchlauferhitzer erwärmt, gewinnt zusätzlich Platz. Wärmekunden haben künftig weniger Arbeit: Das Kümmern um die Heizungsanlage, das Beschaffen des Brennstoffes oder Schornsteinfegertermine entfallen. All diese Aufgaben übernimmt der Wärmelieferant und Netzbetreiber.

3: Kundenwerbung bringt echte Vorteile

Je mehr Haushalte und Gebäude an ein Wärmenetz angeschlossen sind, desto effizienter kann es arbeiten. Denn jedes Wärmenetz hat Verluste. Diese hängen wesentlich von der Qualität der Dämmung ab. Außerdem spielt die Bebauung des Gebiets eine wichtige Rolle: In verdichtet bebauten, urbanen Gebieten sind die Verluste anteilig viel niedriger als in dörflichen Siedlungen. In der Regel bleiben sie unter 20 Prozent der eingespeisten Wärme, häufig noch deutlich darunter. „Je mehr Kunden sich an ein Wärmenetz anschließen, desto günstiger wird es also“, fast Jan Münster zusammen.

Nachfragen lohnt sich

Für ein Wärmenetz kommen viele Konzepte in Frage (Beispiele: siehe unten), da Nahwärmesysteme sehr flexibel sind. Welche Variante die Basis des Wärmenetzes bildet, ist relativ egal. Entscheidend für dessen Entstehen und Ausbau ist das Überwinden einer Anfangshürde: Eine Mindestzahl von Gebäuden muss an das Netz angeschlossen sein, damit es wirtschaftlich betrieben werden kann. Das gilt für Neubaugebiete, vor allem aber für bestehende Quartiere. „Je mehr Menschen sich für ein Wärmenetz entscheiden oder bei ihrer Kommune oder ihrem Energieversorger danach fragen, desto schneller steigt also die Chance, diese zukunftsträchtige Art der Wärmeversorgung voranzubringen“, sagt Münster.

„Zu guter Letzt taucht bei Interessierten immer wieder einmal die Frage auf, ob sie nicht Angst haben müssen, ihre eigene Wärmeversorgung aus der Hand zu geben oder nicht mehr ‚autark‘ zu sein“, sagt Jan Münster. „Die Antwort ist: nein. Wir stellen uns diese Frage doch auch nicht bei der Wasserversorgung oder der Abwasserentsorgung. Eher sind wir froh, an ein großes leistungsfähiges Kanalnetz angeschlossen zu sein. Niemand trauert dem Brunnen im Garten nach.“ Genau so können (künftige) Nahwärme-Kunden es betrachten – sofern die Preisgestaltung transparent ist.

Informationen zu allen umweltfreundlichen Heizsystemen, zu energetischem Sanieren und allen relevanten Förderprogrammen für Haushalte, Kommunen und Unternehmen gibt es bei der unabhängig beratenden Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH.

Beispiele
Wie kann sich der Laie ein Versorgungssystem mit Nahwärme vorstellen?

  • Ein größeres Blockheizkraftwerk (BHKW) – das ist ein stationär installierter Motor, der in der Regel mit Erdgas betrieben wird – erzeugt Strom und Wärme. Der Strom wird ins Netz eingespeist und verbessert damit die Versorgungssicherheit. Die Wärme leitet der Betreiber in das Wärmenetz und versorgt damit beispielsweise kommunale Gebäude sowie die umliegenden private Wohngebäude. Die Belastung für das Klima ist wegen der guten Brennstoffausnutzung so klein wie möglich – trotz der fossilen Brennstoffe.
  • Ein zweites Beispiel sind große solare Wärmenetze wie sie derzeit vor allem in Dänemark sehr erfolgreich aufgebaut werden: Dort werden auf Flächen mit einigen tausend Quadratmetern Solarkollektoren installiert. Ein Wärmenetz verteilt sie dann an die angeschlossenen Gebäude. Hierbei fallen keine Brennstoffkosten und nur geringe Betriebskosten an. Auch hierzulande ließe sich mit solchen Anlagen lokal zumindest der Bedarf im Sommerhalbjahr decken.

Montag 03. April 2017

Presseinformation der Energieagentur zum Thema: Heizungstausch

Der nächste Winter kommt bestimmt – Jetzt in eine zeitgemäße Heizung investieren
Über 30 Jahre alte Kessel müssen raus

Holzpellets in hand

Unabhängige Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH erinnert auch an das EWärmeG und empfiehlt Überprüfung älterer Heizungsanlagen / Austausch lohnt teilweise schon vor Ende der Frist

Mit 30 gilt ein Mensch noch als jung. Anders bei Heizungsanlagen: Sie sind nach dieser Zeit definitiv technisch überholt. Die Oldies verbrauchen übermäßig viel Brennstoff und sind wartungsanfällig. Für Heizkessel, die mehr als drei Jahrzehnte in Betrieb sind, schreibt die EnEV (Energieeinsparverordnung) daher seit 2014 einen Austausch vor. Die Regelung betrifft 2017 rund eine Million alte Gas- und Ölheizungen. „Jetzt ist die richtige Zeit, um alte Anlagen zu erneuern“, sagt Jan Münster, Leiter der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH. Er erinnert gleichzeitig daran, dass baden-württembergische Hauseigentümer nach einem Heizungstausch das EWärmeG, das Erneuerbare-Wärme-Gesetz, beachten müssen. Dieses besagt, dass bei Inbetriebnahme einer neuen Heizung 15 Prozent der eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen müssen.

Von den 21 Millionen Heizungsanlagen, die in deutschen Kellern stehen, ist rund ein Fünftel älter als 27 Jahre. Das ergab 2014 eine Studie des Verbandes der Energie- und Wasserwirtschaft. Älter als 30 Jahre sind nach Schätzungen eine Million Heizkessel. Die meisten davon dürfen laut EnEV nicht mehr länger laufen. „Diese Regelung gilt für Konstanttemperaturkessel mit einer Nennleistung von vier bis 400 Kilowatt“, sagt Jan Münster. Brennwert- und Niedertemperaturkessel sind nicht betroffen. Eine weitere Ausnahme gilt für Anlagen von Hausbesitzerinnen und -besitzern, die seit 2002 oder länger in ihrem Eigenheim wohnen. Der Schornsteinfeger prüft, ob die Vorschrift eingehalten wird.

Wann ist die Heizung „alt“?

Eine energetische Prüfung durch einen Fachbetrieb lohnt sich bereits, wenn die Heizungsanlage seit rund 20 Jahre läuft. Denn neben einer erhöhten Anfälligkeit für Störungen kann ein Austausch oftmals wirtschaftlich sein. Moderne Brennwertkessel verbrauchen zehn bis 25 Prozent weniger Brennstoff als ihre alten Kollegen. Auch wenn die neue Anlage ein paar tausend Euro kostet, lohnt sich das finanziell – und entlastet das globale Klimakonto. Wie alt ein Kessel ist, lässt sich am Typenschild der Anlage ablesen oder aus dem Protokoll des Schornsteinfegers.

Erneuerbare Energie einsetzen

Wer in Baden-Württemberg seine Heizungsanlage erneuert, muss dabei das EWärmeG (Erneuerbare-Wärme-Gesetz) beachten. Es besagt, dass bei Inbetriebnahme einer neuen Heizung 15 Prozent der eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen müssen. Erneuerbare Quellen sind Solarthermie, Holz, Biogas, Bioöl und Wärmepumpen. „Um die Auflage zu erfüllen, stehen aber auch etliche Zusatzoptionen zur Wahl“, erklärt der Agenturleiter.. Dazu zählen etwa die Gebäudedämmung, der Einsatz von Photovoltaik, die Kraft-Wärme-Kopplung und ein finanziell geförderter Sanierungsfahrplan fürs Gebäude. Die Regierung will mit dem Gesetz erneuerbaren Energien den Weg bereiten und fossile Brennstoffe zugunsten des Klimaschutzes zurückdrängen. Denn die Heizung und die Warmwasserbereitung verursachen knapp ein Viertel der Treibhausgasemissionen im Land. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch lag in Baden-Württemberg 2014 bei rund 13 Prozent.

Die Fachleute der Energieagentur empfehlen, einen Austausch der Heizungsanlage jetzt schon zu planen. Denn nach einer qualifizierten Beratung folgt die Entscheidung, welcher Heizungstyp mit welcher Leistung und Technik am besten passt. Auch parallele Maßnahmen wie der Austausch der ungeregelten Heizungspumpe, eine Isolierung der Heizungsrohre und ein hydraulischer Abgleich kommen am besten gleich mit in die Planung. Inklusive der Installation gehen dafür schnell ein paar Monate ins Land – und dann werden die Nächte schon wieder kühler.

Detaillierte und neutrale Informationen zur Austauschpflicht für alte Heizungen, zum EWärmeG und allen anderen Themen rund um die energetische Gebäudesanierung erhalten Interessierte bei der Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH. Auch mit den einschlägigen Förderprogrammen sind die Spezialisten bestens vertraut.

Weiterführende Links

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
Erneuerbare-Wärme-Gesetz
FAQ EWärmeG

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB):
Informationen zur Energieeinsparverordnung

enev-online:
Alte Heizkessel abschalten und erneuern: Was sollten Eigentümer, Käufer und Erben wissen?

Donnerstag 08. Dezember 2016

Neuer Schwung für die Zukunftsthemen Energieeffizienz und Energiewende in der Region

Kooperation der Energieagenturen Schwarzwald-Hochrhein und Landkreis Lörrach

Kooperation der EAs

Zum Dezember 2016 ist die Kooperation der beiden regionalen Energieagenturen in den Landkreisen Waldshut und Lörrach gestartet. Mit dieser auf zunächst zwei Jahre angelegten Zusammenarbeit sollen die Kapazitäten in Sachen Energieberatung in der Region und speziell im Landkreis Waldshut weiter gebündelt und ausgebaut werden.

„Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit unseren Nachbarn diese Kooperation eingehen können“, so Landrat Martin Kistler, „wir wollen damit gerade unseren kleinen und mittelständischen Betrieben, sowie den Kommunen eine starke und unabhängige Unterstützung an die Hand geben, wenn es darum geht, Potenziale für Kosteneinsparung zu finden und die Chancen der Energiewende zu nutzen. Der Landkreis Waldshut selbst wird sein Engagement in Sachen Klimaschutz darüber hinaus ab dem kommenden Jahr mit der Teilnahme am European Energy Award (eea) auf systematische Füße stellen und weiter intensivieren.

Das Angebot der Energieagenturen deckt eine große Bandbreite ab. Angefangen bei der konkreten Beratung zu Gebäudesanierung und Fördermittelberatung, stehen auch Fragen von Energiemanagement, Prozessoptimierung bis hin zur energetischen Analyse ganzer Stadtteile mit Hilfe von Quartierskonzepten und Klimaschutzkonzepten im Fokus der Arbeit.
Die bei der Energieagentur Landkreis Lörrach angesiedelte Kompetenzstelle für Energieeffizienz der Region Hochrhein-Bodensee (KEFF) wird dabei insbesondere mit den kleinen und mittelständischen Betrieben zusammenarbeiten.

„Energieeffizienz ist ein Zukunftsthema für die Kommunalentwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“, betont Jan Münster, Geschäftsführer der Energieagentur Landkreis Lörrach.
Thomas Kaiser, Geschäftsführer der Energieagentur Schwarzwald-Hochrhein ergänzt, „mit unserem Angebot sind wir gut aufgestellt. Gerade auch unsere Handwerksbetriebe können einen wichtigen Teil zum Gelingen der Energiewende beitragen – durch eigene Lösungen und dadurch, dass Sie mit gutem Beispiel vorangehen und „den eigenen Laden“ in Sachen Energieeinsparung und Kostensenkung gut aufstellen“.

Nicht zuletzt soll im Rahmen der Kooperation das Netzwerk und der Austausch zwischen den Akteuren der Region gefördert werden, um gemeinsam die Herausforderung der Energiewende erfolgreich zu gestalten.
Ab sofort werden die Berater der Energieagenturen verstärkt auf die Gemeinden und Betriebe im Landkreis zugehen und das Angebot vor Ort vorstellen.

Rückfragen bitte an:
Herrn Anselm Laube
Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH
Marktplatz 7
Telefon: +49 (0)76 21 16 16 17 -0
Fax: +49 (0)76 21 16 16 17 -9
Mail: anselm.laube@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Donnerstag 29. September 2016

Erfüllungsoption fürs EWärmeG: Schlau und behaglich heizen mit Holzöfen Immissionsschutz und Wirkungsgrad beachten / Nicht alle Öfen werden anerkannt

Langsam kommen die Pullover wieder aus dem Schrank. Zeit, über Wärme im Haus nachzudenken. Wer seine Heizungsanlage austauscht, muss das seit Juli 2015 aktualisierte baden-württembergische Erneuerbare-Wärme-Gesetz beachten. Eine Erfüllungsoption für Privathaushalte sind Holz- und Pelletöfen. Die unabhängige Energieagentur Landkreis Lörrach nennt die Bedingungen.

zwei Frauen vor Kamin

Nach rund 15 Jahren gilt eine Heizungsanlage als veraltet und sollte ersetzt werden. Das allerdings ist nicht immer planbar. Häufig werden Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer von der Aufgabe überrumpelt, eine neue Heizung auswählen zu müssen: Die alte ist kaputt. Grund, sich rechtzeitig Gedanken zu machen.

Nach einem Heizungstausch müssen künftig 15 Prozent der Heizenergie aus erneuerbaren Quellen stammen – so schreibt es das baden-württembergische Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) vor. Um diese Vorgabe zu erfüllen, gibt es viele Möglichkeiten. Zu den Ersatzoptionen gehören auch einzelne Holz- oder Kaminöfen im Zimmer – sowohl neue als auch bestehende.

Dies sind die Voraussetzungen für die Anerkennung:

  • Der Ofen beheizt mindestens 30 Prozent der Wohnfläche. Alternativ kann er mit einem Wasserwärmeüberträger ausgestattet und damit in das zentrale Heizungssystem eingebunden sein.
  • Akzeptiert werden Grundöfen, Pelletöfen sowie Kamineinsätze und Heizeinsätze für Kachel- und Putzöfen. Kaminöfen und Schwedenöfen erkennt das EWärmeG nicht an.
  • Um die Feinstaubbelastung im gesetzlichen Rahmen zu halten, müssen alle Einzelöfen die Bestimmungen der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung einhalten.
  • Als Brennmaterial sind ausschließlich naturbelassene Holzstücke oder Holpellets erlaubt.
  • Als Mindestwirkungsgrad gilt für Kamin- oder Heizeinsätze für Putz- und Kachelöfen ein Wert von 80 Prozent. Bei Pelletöfen sind es 90 Prozent. Für Grundöfen gibt es keine Vorgabe.

Jan Münster, Leiter der Energieagentur Landkreis Lörrach, empfiehlt Hausbesitzern, sich vor dem Kauf eines Holzofens gut beraten zu lassen: “Wer einen Einzelofen als Erfüllungsoption fürs EWärmeG einsetzen will, muss alle Voraussetzungen erfüllen.”

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, um nach einem Heizungstausch dem EWärmeG gerecht zu werden. Dazu gehören die Installation von Photovoltaik oder Solarthermie, das Anbringen einer Wärmedämmung, der Einsatz einer Wärmepumpe oder einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage sowie die Verwendung von Bioöl oder Biogas. Auch wer sich einen detaillierten Sanierungsfahrplan erstellen lässt, erfüllt das Gesetz zumindest zum Teil.

Detaillierte und neutrale Informationen dazu erhalten Interessierte bei der Energieagentur Landkreis Lörrach. Auch zu weiteren Themen der energetischen Sanierung und zu den passenden Förderprogrammen gibt es hier fachkundigen Rat.

Weiterführende Links

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg:
• Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG)
FAQ EWärmeG
• Mustervortrag EWärmeG

Zukunft Altbau
• EWärmeG (Informationsmaterialien, Film, Tool, App)

Donnerstag 07. April 2016

Presseinformation der Energieagentur zum Thema: Neuer Standard seit 1. April: KfW-Effizienzhaus 40 Plus

Höchste Förderung für Neubauten, die Energie erzeugen
20 Jahre Zinsbindung / Bis zu 100.000 Euro Kreditsumme

Mit dem eigenen Haus Energie erzeugen – wer so baut, wird seit 1. April 2016 finanziell belohnt. 15 Prozent Tilgungszuschuss zahlt die KfW-Bank für Neubauten, die dem neuen Standard „Effizienzhaus 40 Plus“ entsprechen. Für die übrigen KfW-Standards im Programm „Energieeffizient bauen“ gelten leicht veränderte Bedingungen.

Zum nebenstehenden Bild:

Klimaschutz lohnt sich: Wer mit seinem neuen Haus Energie erzeugen und speichern kann, erhält jetzt besonders hohe Fördergelder.

Neu errichtete Gebäude, die Energie erzeugen und speichern können und die ihren geringen Energiebedarf annähernd selbst decken, erhalten seit dem 1. April 2016 eine besondere Förderung. Die KfW-Bank führte jetzt den Standard „Effizienzhaus 40 Plus“ in ihrem Programm „Energieeffizient Bauen“ (Programm-Nummer 153) ein. Neubauten, die dessen Anforderungen entsprechen, erhalten eine Förderung von 15 Prozent der Darlehenssumme als Tilgungszuschuss oder höchstens 15.000 Euro für jede Wohneinheit.

Weiterhin gefördert werden außerdem die bestehenden Standards KfW-Effizienzhaus 40 und 55. Für sie zahlt die KfW zehn beziehungsweise fünf Prozent Tilgungszuschuss oder maximal 10.000 beziehungsweise 5.000 Euro pro Wohneinheit. Zudem bietet die KfW nun ein vereinfachtes Nachweisverfahren für das Effizienzhaus 55 an.

Als zusätzliche Neuerung hebt die KfW-Bank den Kredithöchstbetrag pro Wohneinheit von bislang 50.000 auf 100.000 Euro an. Hier gilt zudem nun eine 20jährige Zinsbindung, was die Planungssicherheit deutlich erhöht. Last but not least steht der bislang Sanierungsobjekten vorbehaltene Baubegleitungszuschuss nun auch für Neubauten zur Verfügung (KfW-Programm-Nummer 431). Lassen der Bauherr oder die Bauherrin die energetische Fachplanung und Baubegleitung von einem unabhängigen Experten durchführen, sparen sie 50 Prozent der dafür anfallenden Kosten oder maximal 4.000 Euro.

Für das seit 2009 geförderte Effizienzhaus 70 endete mit dem 31. März die Unterstützung. Grund: Aufgrund der strengeren Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entspricht dieser Standard annähernd den gesetzlichen Mindestanforderungen für Wohnungsneubauten. Er stellt daher keinen Anreiz mehr dar.

In ihrem Programm „Energieeffizient bauen und sanieren“ fördert die KfW im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland die Energiewende. Sie unterstützt in diesem Zusammenhang sowohl einzelne Sanierungsmaßnahmen, die die Energieeffizienz steigern, als auch die energetische Komplettsanierung von Immobilien sowie den Bau von energieeffizienten Gebäuden. Haus- und Wohnungseigentümer erhalten Kredite zu günstigen Konditionen und Tilgungszuschüsse. Neben der Energieersparnis sichern sie sich gegen steigende Energiepreise ab und handeln im Sinne des Klimaschutzes. Je höher außerdem der energetische Standard einer Immobilie ist, desto mehr ist sie auch wert.

Die Fachleute der unabhängigen Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH informieren in allen Fragen rund um energetisches Bauen und Sanieren. Privatleute, Kommunen, Vereine und Unternehmen können sich zu einer kostenlosen Erstberatung anmelden.
Kontaktdaten:
Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH
Marktplatz 7
79539 Lörrach
Tel.: 07621 161617-0
Fax: 07621 161617-9
E-Mail: info@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Weiterführende Links
KfW:
Energieeffizient Bauen

“Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung”:hhttps://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Finanzierungsangebote/Energieeffizient-Sanieren-Baubegleitung-%28431%29/ttp://

Dienstag 15. März 2016

Presseinformation der Energieagentur zum Thema: Ab 1. April Fördergeld beantragen Lüften mit System und Wohlgefühl

Für private Sanierer:
KfW zahlt Zuschüsse für Lüftungsanlagen

Einen satten Zuschuss zahlt die KfW-Bank jetzt privaten Sanierern, die sich beim Lüften nicht mehr auf die „Hand-Methode“ verlassen wollen. Bis zu 7.500 Euro Förderung pro Wohneinheit erhält, wer ein automatisches Lüftungssystem einbauen lässt. Welche Voraussetzung Antragstellende erfüllen müssen, lesen Sie hier.

Zum Bild:

Den Einbau einer Lüftungsanlage in Wohngebäuden belohnt die KfW-Bank jetzt mit hohem Fördergeld. Ab 1. April können die Zuschüsse beantragt werden.

„Energieeffizient Sanieren“ heißen die KfW-Programme, die sich an nachhaltig handelnde Bauherren richten. Wer seit dem 1. Januar 2016 eine neue Lüftungsanlage oder eine effiziente Heizung eingebaut hat oder es plant, kann hierfür jetzt Fördergeld bekommen. Den Antrag nimmt die Förderbank ab 1. April entgegen. An eine Bedingung ist der Zuschuss geknüpft: Parallel muss der oder die Antragstellende eine weitere förderfähige Maßnahme an der Gebäudehülle durchführen.

Lüftungsanlagen für Wohngebäude – Wozu?

Nicht jedem erklären sich die Vorteile einer sogenannten kontrollierten Wohnraumlüftung von selbst. Eine passend konzipierte Lüftungsanlage garantiert eine gleichmäßig gute und damit gesunde Qualität der Raumluft. Sie hat genügend Sauerstoff und die Feuchtigkeit ist draußen, bevor sie sich niederschlagen kann. Auch mögliche Schadstoffkonzentrationen werden minimiert. Als spürbares Ergebnis fühlt der Mensch sich durchweg wohl.

Der Fachmann unterscheidet zwischen zentralen und dezentralen Anlagen. Für renovierte Altbauten eignen sich letztere besonders. Sie werden in jedem Raum einzeln installiert, so dass der Einbau eines umfassenden Luftkanalsystems entfällt. Über Luftdurchlässe in den Außenwänden wird die Luft zu- und abgeführt. Besonders wichtig ist dies in Badezimmern und Küchen.

Besonders klimafreundlich: Wärmerückgewinnung

Beim „Öffnen der Luken“ entweicht naturgemäß auch Wärme ungenutzt nach außen, das gilt gleichermaßen für den automatischen Luftaustausch. Wer eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einbaut, hilft dem ab und handelt klimafreundlich. Denn bei dieser Technik entzieht ein Wärmetauscher der ausströmenden Luft 60 bis 80 Prozent ihrer Wärme. Damit wird die einströmende Luft vorgewärmt.

Antrag stellen ab dem 1. April

Ab April 2016 können Sanierende sowie Käufer von saniertem Wohnraum die neue Förderung nun beantragen. Den Einbau einer Lüftungsanlage unterstützt die KfW mit bis zu 6.250 oder 7.500 Euro pro Wohneinheit. Es gibt zwei Varianten: Kreditnehmer können sich über einen Tilgungszuschuss von bis zu 12,5 Prozent oder maximal 6.250 Euro freuen (Programm 151 / 152, Kredit). Wer sich für die zweite Version entscheidet, erhält 15 Prozent seiner investierten Umbaukosten oder maximal 7.500 Euro (Programm 430, Investitionszuschuss). Eine Bedingung für den Fördersegen gibt es allerdings: Der Eigentümer oder die Eigentümerin muss noch mindestens ein weiteres anderes Element an der Gebäudehülle energetisch sanieren, das förderfähig ist. Das kann beispielsweise der Einbau hochwertiger Fenster sein oder aber eine Dämmmaßnahme.

Auch Heizungstausch wird belohnt

Ebenfalls belohnt wird in den KfW-Programmen 151, 152 und 430 der Austausch einer alten, ineffizienten Heizung gegen eine moderne, sparsame Anlage. Die Förderbedingungen sind erfüllt, wenn die neue Heizung von einem Fachbetrieb optimal eingestellt wird.

Eine ausführliche Beratung rund um die energetische Sanierung erhalten Privatleute, Kommunen, Vereine und Unternehmen bei der unabhängigen Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH. Die Erstberatung ist kostenlos.
Kontaktdaten:
Energieagentur Landkreis Lörrach GmbH
Marktplatz 7
79539 Lörrach
Tel.: 07621 161617-1
Fax: 07621 161617-9
E-Mail: info@energieagentur-loerrach-landkreis.de

Weiterführende Links
KfW:
KfW-Programm 151 /152
KfW-Programm 430

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